It’s not a trick – it’s (a) Sony!
Nachdem meiner Leidensgeschichte mit Sony insbesondere Vaio-Laptops gestern wieder ein neues Kapitel hinzugefügt wurde, muss ich es nun doch einmal loswerden. Zum Teil nimmt es schon skurile Züge an. Achtung, die Story wird lang…wer nicht genug Zeit zum Lesen hat, es kann auch durchaus als abendfüllendes Programm gestaltet werden.
Alles fing an, als ich mich Ende letzten Jahres für ein Sony Vaio VGN-TZ 21 WN entschied. Die Mischung aus Performance, Ausstattung und Kompaktheit sucht in dem Markt seinesgleichen. Schon bei der Entscheidung zum Kauf wurde ich von meinen Admins misstrauisch beäugt, durfte aber passieren.
Was dann passierte und bis heute anhält, ist eine eigentlich unfassbare Geschichte, bedenkt man, dass man sich mit dieser (Sub-)NotebookKlasse im Premium Business Segment bewegt, leider aber von Sony, die von Dell bekannte Businessunterstützung nicht oder nur zum Teil erhält.
Mein TZ 21 funktionierte (nachdem ich Qualen durchlitten hatte, es von Vista zurück auf XP umzustellen und dementsprechend alle Sony Vaio XP Treiber einzelen installieren musste) einwandfrei…bis, ja bis auf einmal einzelne Tasten nicht mehr funktionierten. Anfangs nimmt man es nicht wirklich ernst und bootet erstmal neu. Das funktionierte seltsamerweise auch ein- zweimal…half aber dann auch nicht mehr.
Anruf beim Support beim Händler (in dem Fall Cyberport) – nebenbei bemerkt, müsste man dafür schon entschädigt werden…bis da jemand erreichbar ist – Antwort: “Ja, müssen wir einschicken. Bei uns dauert das zu lange, suchen Sie sich doch einfach die Infos auf der Sony Seite raus und schicken Sie es selber hin.” – Hä? Letztendlich machten sie es dann doch und das Notebook verschwand…im wahrsten Sinne des Wortes… für ein paar Wochen. Zwischenzeitlich wusste weder Cyberport noch die angebliche Vertragswerkstatt, wo es abgeblieben ist. Irgendwann war es dann wieder da…mit der Bemerkung inneliegend: “Keine Fehler gefunden. Notebook funktioniert einwandfrei!” Nebenbei hatten sie noch meine XP Installation wieder rückgängig gemacht und mir das heißgeliebte Vista draufgespielt. Lustigerweise funktionierten die Tasten wieder. OK, schau mer mal. Nach 2 Wochen Arbeit mit vorheriger Re-Installation des XP fielen die Tasten wieder aus. Es schien also ein Wackelkontakt zu sein. mmhhh…blöd, wenn ich es wieder einschicke und es geht danach wieder, kommt es wieder “repariert” zurück. Dennoch, was soll ich tun? Also, wieder eingeschickt bzw. zu Cyberport gebracht. Zuvor Daten hin und her kopiert, Image gezogen etc. Allein diese Arbeitszeit sollte in Zukunft in die Garantie bzw. Produkthaftung der Unternehmen eingeschlossen werden. Wie erwartet kam das Notebook 4 Wochen später zurück und….richtig geraten: “ist ja gar nichts kaputt!”. Ächz. Leider hat man als Firmenkunde kein Umtausch- bzw. Erstattungsrecht bis das Produkt dreimal eingeschickt bzw. repariert wurde. Cyberport kannte mich inzwischen schon und stellte nun den direkten Kontakt zu Sony her … denn, ja richtig…die Tasten würden irgendwann wieder den Geist aufgeben.
Dieses Mal bereiteten wir das ganze besser vor: Wir drehten einen Film (wer ihn sehen möchte, ich stelle ihn gern hier ein!), in dem gezeigt wurde, dass die Tasten wirklich nicht funktionierten. Diesen schickten wir zum Sony Support mit der Frage, was nun? Leider konnte der (wirklich sehr nette Herr beim Support) sich diesen in seinem Büro nicht ansehen, da der Codec nicht installiert war und das Flashplugin nicht “erlaubt” war. So’n Pech! Freundlicherweise nahm er ihn mit nach Hause und zog ihn sich dann dort bei Bier und Chips rein.
Wir sollten das Notebook dann wieder einsenden. Dann kam nach 3 Tagen ein Anruf mit der Bitte um Rückruf. OK. “Was ist an Ihrem Notebook denn kaputt?” kam die Frage… “es bootet doch einwandfrei!” Hä? Von Bootproblemen war doch auch nie die Rede…? “auf Ihrem Einlieferungsschein steht: Notebook bootet nicht!” Auf meine ausführliche Erklärung und dem Hinweis auf das mitgesendete Video reagierte der Supportmitarbeiter mit Verwunderung. Also schickte ich es ihm noch einmal. 3 Tage später erhielt ich einen Verrechnungscheck von Cyberport.
Wer diesen veranlasst hat und was aus meinem Notebook geworden ist, weiß ich bis heute nicht. War mir auch irgendwo egal. Nun konnte ich mich auf die Suche nach einem neuen Notebook machen. An dieser Stelle muss ich auch nochmal unserer Teilzeitsekretärin Julia und unseren Admins für die Unterstützung, Nachtelefoniererei und die viele Geduld danken. Ein Notebookausfall bringt ja immer Stress und Mehraufwand mit sich. Anrufe, Datensicherung, neues Arbeitsgerät organisieren, hin- und herschicken etc.
Bei der Suche nach dem Neugerät war Sony erstmal außen vor. Was habe ich nicht alles für Marken abgesucht, selbst die von mir ungeliebten Apple-Notebooks standen zur Debatte…keine Marke bietet aus meiner Sicht diese oben erwähnte Kombination und Ausstattung. Meist fängt es erst mit 12 oder 13 Zoll an, dann fehlt das optische Laufwerk oder ist extern, Arbeitsspeicher ist knapp und kann nicht nachgerüstet werden, den Displays können sowieso wenige das Wasser reichen.
Schweren Herzens, gefrustet vond er Recherche und mit guten Zureden von Freunden, die seit langer Zeit ein Sub-Notebook der TZ Reihe ohne Probleme nutzen, entschied ich mich für den Nachfolger VGN-TZ31WN. Ähnlich ausgestattet und wieder klein und handlich. Nur dieses Mal wurde noch der Premiumservice und eine 2-Jahres-Garantieverlängerung (diese wurde von Sony sogar kostenlos gewährt) dazu genommen. Im Grunde gut gerüstet und froher Hoffnung, dass dieses Mal nichts passieren wird, erhielt ich das Notebook. System und Treiber waren schnell installiert, man hat ja inzwischen Routine! Einen Monat arbeite ich nun damit und war froh, endlich ein Arbeitsgerät zu haben, was funktioniert…
Gestern riss mich diese mail von meinem Partner aus meiner sony-rosaroten Märchenwelt: “…gehört dein sony zu der serie? http://www.heise.de/newsticker/Sony-ruft-Vaio-TZ-Notebooks-zurueck-Update–/meldung/115468…”
“…bitte rufen Sie diese Hotline an…” Mit Grauen las ich diesen Satz und getraute mich schon gar nicht anzurufen. Ich tat es dann doch. Und, na klar: Sagen Sie mir bitte Ihre Seriennummer…(im Grunde wie im Lotto…sagen Sie ihre Losnummer und sie haben gewonnen!), nur ging es hier nicht um einen Gewinn sondern im ne Riesenniete! “Es tut mir sehr leid, ihr Laptop gehört dazu!” Am liebsten wäre ich durch den Hörer gesprungen. Unfassbar, einen Monat habe ich das Ding nun erst. Aber hey, ich brauche es nicht mal einschicken, es wird sogar abgeholt und der Service dauert voraussichtlich nur 3 Tage…! Na da bin ich aber gespannt! In der Supportprozedur stürzte noch das Serviceprogramm bei Sony ab, also mussten die Daten erstmal analog aufgenommen werden.
Der Hammer kam zum Schluss, die nette Mitarbeiterin fragte mich, ob ich abschließend noch an einer Umfrage zu Vaio-Produkten teilnehmen möchte…??? Naja, Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Ich bereite mich nun auf Wochen voller Hohn und Spott meiner Dell-nutzenden Partner und Mitarbeiter vor und hoffe und bete auf einen reibungslosen Sony-Support. In der Zeit werde ich dann wohl mal Urlaub machen. Das spart ne Menge Ärger.
Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung meiner Erlebnisse, da habe ich sicher viele Details schon vergessen oder verdrängt. Wenn es Neuigkeiten gibt, melde ich mich hier wieder. Jeder kann und sollte seine eigene Meinung zu Sony bilden. Ich habe meine Erfahrungen gemacht, bin aber nach wie vor Fan der Produkte an sich. Nur wenn sie nicht funktionieren, hilft alles nichts. Ich kann immer verstehen, wenn Billigprodukte oder Einstiegsmodelle mal ausfallen, wenn aber High-End Produkte mit dieser Häufigkeit ausfallen, ist das nicht mehr nachvollziehbar.
Als einer der Freunde mit guten TZ Erfahrungen muss ich leider sagen, dass mein TZ auch betroffen ist… Das Problem ist: Ich wohne mittlerweile in Kanada. Mal sehen, wie Sony Deutschland hier eine Abholung veranlasst.
Der Kommentar wurde auf einem Mac getippt, oder?
ja, bin auch betroffen. di sollte der pc das erste mal abgeholt werden – dhl kam dann statt am vereinbarten vorm. am späten nachm – dafür ohne verpackung. ich rief bei sony an – dort sagte man mir, er käme am nächsten tag…kam aber keiner, weder miut noch ohne verpackung. ich rief wieder die hotline an, dort bat man mich, selbst bei dhl anzurufen, ich bekam eine sendungsnr. zum vorgang und rief – (völlig mit dem klammerbeutel gepudert) tatsächlich dort an, der dhl mensch bat mich um die nr. und wollte wissen, wohin das abzuholdende gut hintransportiert werden solle. kurzum: mein nächstes telefonat wieder sony hotline: dort reagierte man recht cool auf meinen unmut und versicherte mir, dass der pc am freitag durch dhl abgeholt werden würde. heut ist nun sonntag – das ding ist noch hier. scheinba nur amateure am werk, ich bringe meinen pc morgen zum händler und verlange mein geld zurück. ich mag mir gar nicht vorstellen, was alles passierte, würde das notebook irgendwann tatsächlich abgeholt werden. und ic hwar so ein stolzer besitzer…werde morgen dell erwerben.
Hochverehrter Prof. Henke,
wie bereits fernmündlich angeraten, empfehle ich die Nutzung einer mobilen Rechenmaschine des Herstellers Apple aus dem sonnigen Kalifornien. Mein hochgeschätztes Luftbuch leistet mir stets treu und zuverlässig seine Dienste.
Hochachtungsvoll,
Ihr Prof. Dr. Wolf
