Facebook Timeline | Stein des Anstosses?
Seit gestern wird nun jeder Facebook-Nutzer sukzessive mit der neuen Timeline beglückt. Da ich den Status eines Developers auf Facebook habe und damit die Timeline schon einige Monate testen konnte, kann ich den ganzen Wirbel darum nicht so ganz verstehen. Bereits im September 2011 hatte Mark Zuckerberg angekündigt, Facebook zum Tagebuch des digitalen Lebens eines jeden Nutzers machen zu wollen (siehe auch mein Beitrag vom 26.11.2011). Damals wie heute ist diese Vorstellung für mich irgendwie surreal und auch ein Stück weit beängstigend, denn ich möchte als Mensch nicht komplett im Internet abgebildet sein. Aber damals wie heute ist es der Nutzer selbst, der entscheidet, was er von sich preis gibt.
Olaf Kohlbrück titelt auf off-the-record: “Lollipop: Wie Facebook unsere Privatheit auslutscht [..]“.
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Die ING-DiBa und was ein Scheibchen Wurst so alles anrichten kann
Das Jahr ist noch nicht einmal zwei Wochen alt, schon haben wir den ersten Shitstorm in 2012!
Ziel : die ING-DiBa
Grund: der aktuelle Werbespot mit Dirk Nowitzki in einer Fleischerei
beteiligte Parteien: Vegetarier/Veganer + Fleischesser
(ich verzichte aus Niveaugründen bewusst auf die in den Diskussionen häufig gebrauchten Termini “Fleischfresser” und “Veggis”)
Was war passiert?
Die ING wirbt mit ihrem neuen Spot und ihrem Testimonial Dirk Nowitzki für das erste Sparkonto bei der ING mit 2,5% Sparzinsen. Soweit nichts Ungewöhnliches. Nun spielt der Spot in einer Fleischerei, wo Dirk früher schon als kleiner Junge immer war und auch früher schon immer eine Scheibe Wurst bekommen hat, damit er groß und stark wird, was offensichtlich auch funktioniert hat. Also reicht ihm die Fleischfachverkäuferin ein Scheibchen Mortadella oder was immer das sein mag
Für mich ein sympathischer Spot – aber ich mag Dirk sowieso und fand auch den letzten Spot schick.
Das mediale Echo
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Facebook und die Zukunft des digitalen Lebens
Einige Updates aus der Facebook-Konferenz F8 und meine persönliche Meinung dazu
Das digitale Leben im Social Web verändert sich ständig. Jede Woche, beinahe jeden Tag, erfährt der unbedarfte Nutzer etwas, was ihn dazu veranlasst oder besser, dazu veranlassen sollte, sein eigenes Tun zu überdenken oder zumindest anzupassen. Die Spieler in diesem sozialen Spiel sind die Giganten des Internets Facebook, Google, Microsoft und einige andere, die sich zum Ziel gesetzt haben, den Nutzer immer stärker zu vernetzen, aber auch zu beobachten und zu kontrollieren. Das ist für viele, mich eingeschlossen, nicht immer eine positive Entwicklung, sondern zunehmend beängstigend. Assoziationen zu Spielfilmen wie „Matrix“ drängen sich einem auf, in der es auch ein lenkendes und steuerndes Organ im Hintergrund gibt, was die Geschicke der Menschheit verantworten will.
Offenbar möchte nun Facebook dieses Organ werden, da Mark Zuckerberg auf der Entwicklerkonferenz F8 angekündigt hat, sein Facebook zum zentralen Lebensarchiv jedes einzelnen zu machen. Auf Facebook soll von der Geburt über die Hochzeit und wahrscheinlich auch bis zum Tod alles aufgezeichnet, dokumentiert und vernetzt werden – eine für mich beinahe furchteinflößende Vision.
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Facebook vs. Datenschutz – Lösungen statt Verbote
Am 19. August 2011 veröffentlichte Schleswig-Holsteins Datenschützer, Dr. Thilo Weichert, eine Bewertung der Reichweitenanalyse von Facebook, wonach der Einsatz des oft verwendeten “Like-Button”, aber auch der Betrieb einer eigenen Unternehmensseite auf Facebook (Fan Page) dem deutschen Datenschutzrecht widersprechen. Die vollständige Analyse des ULD kann hier geladen werden: Facebook Arbeitspapier des ULD. Die in dieser Erklärung beschriebenen Datenschutzkonflikte im Zusammenhang mit der Weiterleitung von nutzerbezogenen Daten inkl. der IP des Nutzers beim Einsatz des “Like-Button” stehen seit Längerem in der Kritik und werden von Juristen zusammen mit Agenturen und Unternehmen diskutiert. Ob und inwieweit die IP des Nutzers ein personenbezogenes Kriterium ist, hierüber sind sich Juristen allerdings noch lange nicht einig, auch wenn Dr. Weichert dies in seiner Bewertung als gegeben angibt.
Festzuhalten ist, dass der Facebook-Nutzer mit dem Anlegen eines eigenen Profils den AGB von Facebook und somit auch der Weiterleitung seiner Daten zum Zwecke der Analyse des Nutzerberhaltens und der Reichweite zustimmt. Allerdings genügen diese Hinweise laut ULD (Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein) nicht dem deutschen Recht, da der Nutzer unter anderem kein Wahlrecht bei der Weitergabe seiner Daten hat – im Gegensatz zu Google+, wo der Nutzer diese OptOut-Möglichkeit besitzt (siehe Blogbeitrag vom 12.07.2011).
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Rechtliche Stolperfallen im Social Web
Nachdem nun bereits viel über Google+ und Facebook geschrieben wurde, möchte ich an dieser Stelle kurz einmal auf die rechtliche Seite eingehen, da die Aktivitäten im Social Web immer stärker auch den Datenschutz, die Persönlichkeitsrechte und die Urheberrechte tangieren.
Ein Diskussionsthema ist die Integration der Facebook Social Plugins in die eigene Website, auf den eigenen Blog oder in die eigene Community. Dies ist datenschutzrechtlich nicht ganz unproblematisch, denn Facebook überträgt, was kaum einer weiß, sofort beim Laden einer Seite mit eingebautem Like-Button personenbezogene Daten des Nutzers wie die IP-Adresse an einen Facebook-Server in den USA, sodass hier auch ohne eine Betätigung des Like-Button durch den Nutzer eine Verbindung zum Facebook-Profil entsteht. Das ist nach deutschen Datenschutzrecht unzulässig (§ 13 Abs. 1 TMG). Um Rechtssicherheit auf der eigenen Webpräsenz herzustellen, wenn man die Social Plugins nutzen möchte, gibt es nach Meinung von Juristen folgende zwei Möglichkeiten:
- Ausweitung der Datenschutzerklärung und Hinweis auf Datenerhebung durch Facebook; ein Muster solch einer Erklärung ist hier zu finden
- Einholung der Einwilligung der Nutzer vorab und Aktivierung der Social Plugins erst nach Freigabe; hier gibt es eine entsprechende Anleitung für den Einbau eines Scripts
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Google+ … Die Ablösung von Facebook?
Was bereits seit längerem als Gerücht durch die Online Welt geistert, wurde nun zur Gewissheit – Google sagt Facebook im Ringen um Nutzer und Werbeplätze mit seinem neuen Netzwerk “Google+” den Kampf an. In einem Feldversuch können ausgewählte Nutzer das neue Netzwerk nun ausgiebig testen und bewerten. Erste Einblicke in die Demo-Version zeigen, dass Google nach den eher misslungenen Versuchen mit Buzz und Wave und der Community Orkut, welche auch nicht so recht aus dem Schattendasein ans Licht kommen wollte, seine Hausaufgaben gemacht hat. Die neue Oberfläche macht einen deutlich schickeren und aufgeräumteren Eindruck als beispielsweise das Look and Feel von Facebook.
Nun ist es eine Sache, ein Netzwerk schick und stylisch aussehen zu lassen, eine ganz andere ist es, mit Inhalten und Funktionen die Nutzer von etwas bereits Erlerntem und Gelebtem (Facebook) abzubringen und für sich zu begeistern. Denn warum sollte man sich jetzt bei Google+ registrieren, wenn man doch alle Freunde auf Facebook hat? Datenschutzgründe sind dafür jetzt sicherlich nicht unbedingt ausschlaggebend, vielleicht eher noch die Neugier und die Hoffnung auf etwas noch nie Dagewesenes?
Bei der Hoffnung scheint es aber leider auch zu bleiben – Google kleidet Bekanntes lediglich in ein neues Gewand und erleichtert in einigen Punkten die Nutzbarkeit. Die Facebook-Freundeslisten werden bei Google zu “Circles”, der Facebook “Like”-Button ist bei Google “+1″, das Suchen und Teilen von Inhalten erledigt bei Google “Sparks” und der Gruppenchat nennt sich “Huddle”, welcher sich für bis zu 10 Leute auch als Videochat namens “Hangout” nutzen lässt. Die zentrale Anlaufstelle bei Google+ heißt “Stream” – ein Begriff, den Facebook-Nutzer auch schon kennen dürften.
Alles in allem sicherlich ein interessantes und auch sehr umfangreiches Projekt. Ob Google Facebook damit jedoch wirklich das Wasser, respektive die Fans, abgraben kann? In der aktuellen Phase ist das noch sehr schwer einzuschätzen. Warten wir ab, bis jeder das neue Netzwerk testen kann.
Hier noch einige interessante Links dazu:
netzwertig.com / spiegel.de / t3n.de / allfacebook.de
Ist Facebook bald out?
Eine Aussage versetzt seit Beginn dieser Woche die Agentur- und Unternehmerlandschaft in Aufruhr:
“Der Rat des Juristen kann nur sein, Facebook zu meiden. Unternehmen haben dort nichts zu suchen; denn ihre Geschäftsinteressen beißen sich regelmäßig mit den Besonderheiten des Web2.0 und den dort gängigen interaktiv-privaten Umgangswünschen.” (Deutscher AnwaltSpiegel, Ausgabe 12/2011, Prof. Dr. Thomas Hoeren “Facebook und Co. – Risiken für Unternehmen und Privatnutzer”)
Dieses Zitat stammt von Prof. Thomas Hoeren, seines Zeichens Jura-Professor und Richter am OLG. Im AnwaltSpiegel 12/2011 beschreibt er ausführlich seine Vorbehalte gegenüber Facebook und kommt zu dem Schluss, dass Facebook “gefährlich” ist und Unternehmen dieses Netzwerk besser nicht in ihre Social Media Aktivitäten einbeziehen sollten.
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“Daimler lässt kritische Facebook-Gruppe abschalten”
So lautete die Überschrift eines Beitrages gestern auf www.golem.de
Was war geschehen?
Der Grund für den Artikel und die ganze Aufregung in der Blogosphäre war die Abschaltung einer Facebookseite namens “Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21″ durch Facebook, im Auftrag bzw. nach Meldung von Daimler.
Hier hatten sich Mitarbeiter zu einer Seite bekannt, die sich in beleidigender Art und Weise unter anderem auch gegen den Firmenchef von Daimler, Dieter Zetsche, gerichtet hat.
Wie es nun immer in solchen Fällen ist, kochen die Gemüter schnell hoch und es wird heftig über die Reaktionen und Konsequenzen diskutiert. Wie privat ist ein Mitarbeiter im sozialen Netz? Wie frei können Meinungsäußerungen wirklich sein und was kann und darf ein Unternehmen dagegen tun, ohne sich dem Vorwurf der Bespitzelung und der Meinungsunterdrückung auszusetzen?
Tatsache ist, dass Daimler nach meinem Dafürhalten sehr gute und sehr faire Social Media Guidelines hat, die für alle Mitarbeiter gelten, da sie Bestandteil des Arbeitsvertrages sind. Sie besagen unter anderem, dass jeder Mitarbeiter auch als Privatmensch im sozialen Netz ein Mindestmaß an Anstand und fairem Umgang mit den Mitmenschen an den Tag legen soll. Öffentliche Verleumdungen und Beleidigungen anderer Mitarbeiter gehören also somit nicht zu einem integren und verantwortungsbewussten Umgang miteinander.
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Gemeinschaftsseiten als Konkurrenz zu Facebookprofilen von Unternehmen?
Ihr Unternehmen / Verein hat noch nie etwas mit Facebook zu tun gehabt und jetzt trotzdem eine eigene Facebook-Seite? Wenn nicht Ihre Kunden oder Mitglieder diese Seite angelegt haben, dann könnte das auch Facebook selbst gewesen sein.
Einführung von Gemeinschaftsseiten
Seit dem 1. April gibt es „Gemeinschaftsseiten“ oder „Community Pages“ bei Facebook. Die Inhalte dieser Seiten basieren auf den entsprechenden Artikeln bei Wikipedia, werden automatisiert erstellt und können nicht bei Facebook verändert werden. Wird eine solche Seite „besonders beliebt“, dann „übernimmt die Facebook-Gemeinschaft die Seite und führt sie gemeinschaftlich“. „Gemeinschaftlich verwaltet“ bedeutet, dass die Gemeinschaftsseiten ab einer gewissen Anzahl von Fans keinen spezifischen Besitzer mehr haben. (Hier gibt es noch viele offene Fragen, die Facebook hoffentlich bald beantwortet. Bisher ist auf den Facebook-Hilfeseiten dazu nicht viel zu finden…)
Kommuniziert wurde die Einführung der Gemeinschaftsseiten als eine Reaktion von Facebook auf die vielen neuen Fanseiten, die von Usern für „brandaktuelle Themen oder Dauerbrenner“ angelegt wurden (man denke an die Brezel-Fanpage).
Wir gehen davon aus, dass einerseits mit solchen Gemeinschaftsseiten dem Trend ‚weg von der Gruppe hin zur Fanseite‘ entgegengewirkt werden soll und andererseits einfach die Zahl der Profile steigt und Unternehmen mehr in Zugzwang gebracht werden, sich bei Facebook zu engagieren.
Ein weiterer Beweggrund von Facebook für die Einführung von Gemeinschaftsseiten wird sein, dass diese Seiten öffentlich zugänglich sind und somit durch Suchmaschinen indexierbar. D.h. durch diese neue Seiten stellt Facebook mehr suchmaschinenrelevanten Inhalt zur Verfügung.
So gibt es nun bspw. eine Gemeinschaftsseite „Kochen“
Jeder, der „Gefällt mir“ drückt, hat dann „Kochen“ bei seinen Aktivitäten stehen:
Wofür wird es Gemeinschaftsseiten geben?
Am obigen Beispiel zeigt sich bereits die aktuell größte Veränderung bei Facebook: die Profilangaben werden durch Connections zu Gemeinschaftsseiten und Fanseiten ersetzt. Das heißt, dass jedes eingetragene Interesse der Nutzer über kurz oder lang wohl automatisch eine eigene Gemeinschaftsseite besitzen wird.
Da dies nicht nur für die Interesse, sondern auch für Wohnort, Heimatort, Arbeitsplatz etc. umgestellt wird, schafft Facebook so selbst jede Menge kleine Communities zu vielen Themen. So wurden von Facebook bereits zum Launch über 6,5 Mio neue Gemeinschaftsseiten bereit gestellt und die Zahl wächst stündlich weiter.
Hieraus ergeben sich natürlich viele neue Vermarktungsmöglichkeiten für Facebook, andererseits wird es zu immer mehr Konflikten mit den offiziellen Fanpages kommen.
Nachteilige Auswirkungen von Gemeinschaftsseiten bei Unternehmen / Vereinen
Wenn nun aber ein Unternehmen oder ein Verein einen Eintrag bei Wikipedia hat, so kann es sein, dass daraus nun eine Facebook-Gemeinschaftsseite erstellt wurde. Dies kann für Verwirrung und Nachteile sorgen, wenn das Unternehmen vielleicht nicht in Social Networks präsent sein möchte, aber auch wenn es bereits ein eigenes Profil hat. Dann werden die neu erstellten Gemeinschaftsseiten nämlich zusätzlich zur offiziellen Facebook-Seite in der Suche gefunden, teilweise sogar vor den offiziellen Fanpages.
Leider gibt es bisher noch keine (uns bekannte) Lösung für Unternehmen die nun durch solche Gemeinschaftsseiten Konkurrenz für die eigene Facebook-Präsenz bekommen haben. Wir konnten dazu von Facebook bisher keine Aussage erlangen, aber viele Experten in diversen Blogs gehen davon aus, dass Facebook hier bald selbst eine „Lösung“ präsentieren wird. Bis dahin scheint es sinnvoll, sich zumindest bereits zum gemeinsamen Bearbeiten zu registrieren.
Umwandlung von Fanseiten in Gemeinschaftsseiten und zurück
Da die Erstellung der Gemeinschaftsseiten nicht manuell sondern automatisiert passiert, kann es hierbei immer wieder zu Fehlern kommen. Ist man bereits mit einer eigenen offiziellen Seite (die ehemalige Fanseite) bei Facebook vertreten, so kann es trotzdem passieren, dass diese Seite nun in eine Gemeinschaftsseite umgewandelt wurde. In solchen Fällen kann man laut insidefacebook über den Antrag auf Überprüfung der Seitenkategorie die Umwandlung anfechten.
Fragen
Welche Empfehlungen für / Erfahrungen mit den neuen Gemeinschaftsseiten gibt es?
Wie sehen Sie diese Entwicklung?
Welche mittel- und langfristigen Auswirkungen werden diese Gemeinschaftsseiten haben?
Wir freuen uns auf Feedback!
Entwicklung der Privatsphäre bei Facebook – Start einer Abwanderungswelle?
Soziale Netzwerke werden immer populärer, in der Nutzung aller Onlineangebote haben sie sich in den letzten Jahren an die Spitze katapultiert und in den USA löste Facebook Weihnachten 2009 sogar Google als meistbesuchte Website ab. Sollte sich dieser Trend nun umkehren?
Facebook und Co. gelangten in letzter Zeit immer häufiger in die Kritik von Datenschützern. Ein Test der Stiftung Warentest vom März zeigte erhebliche Mängel und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) rät zum Facebook-Boykott.
Den Nutzern von Facebook sei auf jeden Fall empfohlen, sich mit den neuen Regelungen zur Privatsphäre auseinanderzusetzen. Hier gibt es ja laufend Änderungen und in den letzten Wochen standen (trotz offenen Brief von Ilse Aigner an Facebook und Austrittsdrohung) wieder erhebliche Lockerungen ins Haus. So haben andere Unternehmen seit 21. April Zugriff auf Profil-Informationen wie Alter oder Wohnort, wenn diese nicht durch einen komplizierten Weg durch die Benutzereinstellungen geschützt werden. Die Privatsphäre-Einstellungen werden immer freizügiger und oft auch mehrfach klassifiziert, was viele Nutzer überfordert. Und gerade diese Überforderung scheint nun zu einer Abmeldewelle zu führen.
Matt McKeon hat in seinem Blog auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung der Privatsphäre bei Facebook visualisiert – wer es lieber in Deutsch mag, ist bei Thomas Hutter richtig.
Auch wenn sich Facebook mit seinen mittlerweile weltweit über 400 Mio. Nutzern nicht existenziell bedroht zu fühlen braucht, so gab es doch in den letzten Monaten eine recht starke Zunahme an Profil-Lösch-Wünschen. Wie stark die „Facebook-Flucht“ mittelfristig ausfällt bleibt abzuwarten, vielleicht helfen ja die neuen „Gemeinschaftsseiten“ bzw. „Community-Pages“ auch dabei, die Profilzahlen konstant zu halten…
Hier mal zwei kleine Grafiken zur Entwicklung der Suchanfragen „Facebook löschen“ in Deutschland und „delete Facebook“ weltweit in den letzten 12 Monaten.
Facebook löschen (D)
Delete Facebook (weltweit)
Spannend ist auch, dass bei Google.com für “dele” “delete Facebook Account” an erster Stelle erscheint, dies bedeutet die Suche nach Informationen zum Löschen eines Facebook Accounts ist mittlerweile eine Top-Suche bei Google. Das selbe gilt für Google Deutschland.









