Gedanken zum WordCamp

Am Samstag war ich beim WordCamp 2010 in Berlin. Trotz hochsommerlichen Temperaturen quetschten sich ca. 200 Leute ins betahaus in Berlin-Kreuzberg. Es war mein erster Besuch eines Barcamps als normaler Gast und dementsprechend neugierig war ich, wie das ganze überhaupt abläuft. Wenig erstaunt war ich, dass sich alle erstmal darauf konzentrierten, ins bereitgestellte WLAN reinzukommen. Diverse Twittermeldungen belegen das auch.
Die Sessionvergabe verlief eher spontan. Zumindest kam es mir so vor, als ob einige Vortragende sich erst in diesem Moment dazu entschlossen, eine Session zu halten. Viele Sessions waren schon im Vorfeld festgelegt worden, so dass auch eigentlich nur noch Lückenfüller gesucht wurden. Trotzdem kamen dann doch alle Sessionleiter auf den Podest und stellten ihre Themen vor. Die Begeisterung hielt sich allerdings in Grenzen.
Zuerst besuchte ich die Session von Vladimir Simovic zum Thema Performance-Optimierung von WordPress. Gefühlte 150 Leute auf 50 Stühlen und dem Fußboden hörten seine Empfehlungen, Firebug und YSlow zu nutzen, Social Media Buttons nur begrenzt, CSS-Sprites dafür ganz bewusst einzusetzen. Da war leider alles nicht neu für mich, und da er mir auch die meiste Zeit den Rücken zuwendete, ich also kaum was verstand, bin ich unhöflicherweise noch während der Session zu René Reimanns Session über Multi-Domain-Nutzung von WordPress ohne WPMU bzw. der in WordPress 3.0 integrierten Lösung dazu gewechselt. Leider war er schon mehr oder weniger fertig, so dass ich ihn im persönlichen Gespräch nochmal kurz zu seiner Methode befragen konnte. Er löst die Multi-Domain-Verwaltung mit einem kurzen PHP-Schnipsel und verschiedenen Präfixen in den Tabellen der Datenbank, einer Methode, die meiner Meinung nach sehr gebastelt anmutet. Ich bin eigentlich eher ein Freund von Lösungen, die so gemacht werden “wie es eigentlich gedacht ist”, aber interessant war es trotzdem.
Die erste wirklich spannende Session hörte ich im Anschluss bei Michael Jendryschik über CSS Media Queries, einem Thema, das eigentlich nichts mit WordPress im Speziellen zu tun hat. Macht aber ganz und gar nichts, schließlich hat ja auch jedes WordPress ein Frontend. Michael beschrieb verschiedene Methoden, mit Hilfe des @media Querys in CSS3-fähigen Browsern auf verschiedene Bildschirmauflösungen mit unterschiedlichen Styles zu reagieren. Das allgemeine Behandeln gleicher Inhalte mit verschiedenen Ansichten ist keinesfalls neu, die hier beschriebene Art und Weise wird jedoch erst bei CSS3-fähigen Browsern interessant und wird sicher auch früher oder später bei den Projekten von queo zur Anwendung kommen.
Vielversprechend fand ich die Ankündigung der Session von Thomas Boley. Er stellte TempELA vor, eine Template-Engine für WordPress, die ähnlich der klassischen TYPO3-Variante mit ###Markern### funktioniert. Prinzipiell ganz und gar nicht verkehrt, vor allem wenn man wie wir bei queo TYPO3 und WordPress oft gemeinsam in Projekten verwendet. Allerdings verabschiedet sich TYPO3 ja gerade von der klassischen Methode und implementiert Fluid, darum wird TempELA vermutlich nicht den Mehrwert bringen, wie es zunächst scheint.
Die Session von Sylvia Egger zum Thema Barrierefreiheit von WordPress versprach, interessant zu werden, zumal ich da ja auch einige Vorkenntnisse mitbringe. Leider stellte sich heraus, dass sie sich ausschließlich auf das Aufzeigen der barrierefreien Features sowie der Mängel des neuen Standard-Themes Twenty Ten von WordPress 3.0 konzentrierte, so dass hier für nichts neues mitzunehmen war. Eine Ausnahme: Tabindizes sind aufgrund von wesentlichen Verbesserungen bei Screenreadern angeblich nicht mehr so relevant, wie sie es mal waren.
Die letzte offizielle Session besuchte ich bei Frank Bültge und Olaf Schmitz von Inpsyde, die sich aber als eine lockere Gesprächsrunde herausstellte, in der alle Anwesenden gleichermaßen aus dem Nähkästchen plaudern durften, was sie denn alles so mit WordPress machen.
Terminbedingt räumte ich also das Feld und reflektierte noch ein bißchen über das Barcamp zu WordPress: ich fand es erfrischend, einige mir schon aus dem Netz bekannte Namen mal im Real Life kennenzulernen. Nette Gespräche und ein bißchen Networking ist immer gut. Aber die Feststellung, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen, kam sehr schnell. Es wurde viel in meinen Augen Triviales zum Mainstream-Thema aufgebauscht. Es gab sogar zwei Sessions zu Suchmaschinenoptimierung, was für mich nichts weiter als ein Buzzword ist, mit dem sich Leute profilieren können, aber eigentlich nichts konstruktives bei rauskommt. Schade fand ich, dass zwei Wochen nach dem Erscheinen eines neuen Major Releases von WordPress mit Ausnahme von Sylvias Analyse zur Barrierefreiheit überhaupt nichts zu neuen Features oder irgendwelchen Howtos dabei war. Es hat nicht geschadet, dass ich dort war, aber meine Begeisterung kennt Grenzen, und beim nächsten Barcamp werde ich mich im Vorfeld sicher ein bißchen intensiver mit den Inhalten beschäftigen.
QUEO @ Monetization Camp Berlin (#mc09)
Heute bin ich nach Berlin gefahren, um auf das Monetization Camp zu gehen. Es soll um Vermarktungsoptionen, -möglichkeiten und -trends von Communities, Portalen etc. gehen. Insgeheim bin ich sehr hoffnungsvoll hier hin gefahren, um Antworten auf Fragen zu bekommen, die im Alltag ständig gestellt werden…von Kunden, von Partnern und letztendlich von uns selber.
Leider waren nicht so viele Teilnehmer, wie ich gehofft hatte. Liegt sicher auch am Wochentag. Das BarCamp findet in der Messe statt…neben IT-Profits etc. Die Location ist ok, nur die kurze Umzugsaktion wegen dem Notausgang war etwas seltsam. Leider war die Lautstärke durch arbeitende Messemitarbeiter bei der Sessionplanung war weniger toll.
Zu den Sessions selber…die ersten beiden zu Landingpage-Optimierung und Steiergung Konversionrate waren recht unterschiedlich. Die erste Session war punktuell recht interessant aber leider recht unstrukturiert. Einige Punkte konnte ich allerdings mitnehmen. Die Google Session zur Konversionsteigerung war dagegen sehr interessant…konnte im Bereich Adword und Konversion einige interessante Ideen und Ansätze mitnehmen. In dem Bereich gibt es noch einiges zu tun, da gab es selbst große Beispiele, die doch recht verbesserungswürdig waren. Anschließend wurden Meme diskutiert…wobei wir da etwas vom Thema abgekommen sind… war aber dennoch interessant…
Grad gehts um Möglichkeiten der Community-Monetarisierung (www.frobbel.de) von Herrn Glembotzky. Recht interessant, was da schon ausprobiert wurde und wie es angenommen wird. Motivation der User “Geld” auszugeben, sind meist Spaß und Status. Welche Möglichkeiten gibt es noch…? Wir sind im Brainstorming…
…to be continued…
recap UXcamp Berlin 2009
Leider fiel die Beteiligung von queo am UXcamp in Berlin geringer als gedacht aus. Micha war verhindert, und auch ich konnte nur an weniger Sessions teilnehmen als geplant. Doch diese waren extrem spannend – Themen wie “Wie bringe ich meinem Kunden UX nahe” oder “Digitales Paper Prototyping” sind auch für uns immer wieder relevant. Kritikpunkte gabs für mich nicht – die Location war cool, das WLAN war schnell, die Verpflegungssituation entspannt. Großes Lob an die Orgas! Doch das wichtigste an einem Barcamp sind aus meiner Sicht eh die Teilnehmer und die Sessions – wenn die wie beim uxcamp passen, kann es aus meiner Sicht auch Wasser und Brot geben.
Durch das UXcamp als mein zweites Barcamp wurde ich in meiner Meinung bestätigt, dass es die Veranstaltungsform Barcamp mit “traditionellen” Konferenzen durchaus aufnehmen kann. Gerade bei fachspezifischen Barcamps, die sich auf ein Thema fokussieren, kann man inhaltlich extrem viel mitnehmen. Viele der Anwesenden sind in den Themengebieten aktiv und wolllen auch ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen. Und im Bereich Kontaktaufnahme und Diskussion mit anderen Teilnehmern ist ein Barcamp für mich derzeitig sowieso das Nonplusultra.
Doch gerade in meinem Bekanntenkreis bekomme ich immer wieder mit, dass der Großteil Barcamps nur mit einer Veranstaltung für Geeks und Freaks verbindet – da ist noch viel Überzeugungsarbeit notwendig.
Ein paar Meinungen (von Besuchern, die etwas länger da waren
) über das UXcamp findet man hier und hier. Für alle, die das Thema UX und Co. interessiert, gibts hier und hier die Sessionpläne, teilweise auch Zusammenfassungen und Folien. Natürlich hatte ich auch meine Kamera dabei – meine und weitere visuelle Eindrücke gibts bei flickr.
UXcamp in Berlin
Heute bin ich auf dem UXcamp in Berlin, dem Barcamp für die Themen Information Architecture, Interaction Design, Usability Engineering, Visual Design und Prototype Engineering. Angemeldet bin ich mittlerweile, gesättigt erst mal auch
– WLAN funzt auch (wie man sieht). Gleich gehts in die Kick-Off-Veranstaltung.
Mit den Themen User Experience und Usability beschäftigen wir uns in unseren Projekten immer wieder – so dass ich auf interessante Diskussionen und Kontakte hoffe. Gleichzeitig ist es zum einen schön, einfach nur als aktiver Teilnehmer hier zu sein, und beispielsweise nicht als Orga am Einlaß spannende Sessions zu verpassen (wie beim MobileCamp). Zum anderen hoffe ich, auch Anstöße für das nächste Dresdner Barcamp mitzunehmen zu können.
Eine Session werde ich wahrscheinlich nicht halten (BÖSE!), aber hoffentlich springt Micha in Bresche – der will nämlich auch kommen.
QUEO @ mobilecamp Dresden
Nachdem wir uns in den letzten 8 Monaten an der Idee und der Orga des barcamps in Dresden beteiligt haben, ist es nun soweit. Quasi live vom barcamp kommt diese Nachricht. Bisher ist alles gut gelungen. Über 200 Teilnehmer halten und lauschen Sessions zu mobilen Themen. Der Austausch ist rege und die Themen interessant. Fotos und weitere Eindrücke folgen…wer Lust hat, kann kurzfristig noch dazustoßen. Morgen gehts weiter und heute Abend ist Party in der Zitronenpresse. weitere Infos: www.mobilecamp.de
Die MobileCamp-Anmeldung ist eröffnet!
Die Anmeldung zum 1. MobileCamp in Deutschland ist ab sofort eröffnet. Wer teilnehmen möchte, muss sich nur bei mixxt.de registrieren und sich danach für die Veranstaltungen anmelden. Wir freuen uns schon auf ein großes Interesse und auf viele begeisterte BarCamper, die gerne auch Neulinge sein dürfen.
Wer uns nach der Anmeldung noch etwas unterstützen möchte, der bloggt, twittert oder macht sonstwie auf das Event aufmerksam.
M-Days: Marcs MobileCamp Marketing in München
Letzte Woche kommt Rudi zu mir und überfällt mich mit dem Spezialauftrag, am Freitag nach München zu den M-Days zu fahren und dort die Werbetrommel für unser MobileCamp zu rühren nach Sponsoren Ausschau zu halten. Ich schwankte zwischen Freude und Überraschung. Da ich bis dahin nur von Micha und Arno darüber gehört hatte, musste ich mich erstmal damit auseinandersetzen. Das von queo mit organisierte MobileCamp in Dresden ist das erste Barcamp mit Themenschwerpunkt mobile communications in Deutschland und hat den Anspruch, wegweisend für die gesamte Branche zu werden.
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queo auf dem BarCamp Hamburg
Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber wir möchten trotzdem noch kurz unsere Eindrücke zusammenfassen. Arno und ich sind am Freitag, den 21. November, nach Hamburg gefahren um uns das ganze Wochenende sehr interessante Vorträge anzuhören. Unsere Erwartungen waren hoch und wurden auch erfüllt.
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queo auf dem BarCamp Berlin
Um sich ein bisschen auf die anstehenden Organisations-Aufgaben einzustellen, die beim BarCamp MobileCamp Dresden auf uns zukommen werden, habe ich mich nach Berlin begeben und dort am mittlerweile dritten BarCamp in der Hauptstadt teilgenommen.
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