Gemeinschaftsseiten als Konkurrenz zu Facebookprofilen von Unternehmen?
Ihr Unternehmen / Verein hat noch nie etwas mit Facebook zu tun gehabt und jetzt trotzdem eine eigene Facebook-Seite? Wenn nicht Ihre Kunden oder Mitglieder diese Seite angelegt haben, dann könnte das auch Facebook selbst gewesen sein.
Einführung von Gemeinschaftsseiten
Seit dem 1. April gibt es „Gemeinschaftsseiten“ oder „Community Pages“ bei Facebook. Die Inhalte dieser Seiten basieren auf den entsprechenden Artikeln bei Wikipedia, werden automatisiert erstellt und können nicht bei Facebook verändert werden. Wird eine solche Seite „besonders beliebt“, dann „übernimmt die Facebook-Gemeinschaft die Seite und führt sie gemeinschaftlich“. „Gemeinschaftlich verwaltet“ bedeutet, dass die Gemeinschaftsseiten ab einer gewissen Anzahl von Fans keinen spezifischen Besitzer mehr haben. (Hier gibt es noch viele offene Fragen, die Facebook hoffentlich bald beantwortet. Bisher ist auf den Facebook-Hilfeseiten dazu nicht viel zu finden…)
Kommuniziert wurde die Einführung der Gemeinschaftsseiten als eine Reaktion von Facebook auf die vielen neuen Fanseiten, die von Usern für „brandaktuelle Themen oder Dauerbrenner“ angelegt wurden (man denke an die Brezel-Fanpage).
Wir gehen davon aus, dass einerseits mit solchen Gemeinschaftsseiten dem Trend ‚weg von der Gruppe hin zur Fanseite‘ entgegengewirkt werden soll und andererseits einfach die Zahl der Profile steigt und Unternehmen mehr in Zugzwang gebracht werden, sich bei Facebook zu engagieren.
Ein weiterer Beweggrund von Facebook für die Einführung von Gemeinschaftsseiten wird sein, dass diese Seiten öffentlich zugänglich sind und somit durch Suchmaschinen indexierbar. D.h. durch diese neue Seiten stellt Facebook mehr suchmaschinenrelevanten Inhalt zur Verfügung.
So gibt es nun bspw. eine Gemeinschaftsseite „Kochen“
Jeder, der „Gefällt mir“ drückt, hat dann „Kochen“ bei seinen Aktivitäten stehen:
Wofür wird es Gemeinschaftsseiten geben?
Am obigen Beispiel zeigt sich bereits die aktuell größte Veränderung bei Facebook: die Profilangaben werden durch Connections zu Gemeinschaftsseiten und Fanseiten ersetzt. Das heißt, dass jedes eingetragene Interesse der Nutzer über kurz oder lang wohl automatisch eine eigene Gemeinschaftsseite besitzen wird.
Da dies nicht nur für die Interesse, sondern auch für Wohnort, Heimatort, Arbeitsplatz etc. umgestellt wird, schafft Facebook so selbst jede Menge kleine Communities zu vielen Themen. So wurden von Facebook bereits zum Launch über 6,5 Mio neue Gemeinschaftsseiten bereit gestellt und die Zahl wächst stündlich weiter.
Hieraus ergeben sich natürlich viele neue Vermarktungsmöglichkeiten für Facebook, andererseits wird es zu immer mehr Konflikten mit den offiziellen Fanpages kommen.
Nachteilige Auswirkungen von Gemeinschaftsseiten bei Unternehmen / Vereinen
Wenn nun aber ein Unternehmen oder ein Verein einen Eintrag bei Wikipedia hat, so kann es sein, dass daraus nun eine Facebook-Gemeinschaftsseite erstellt wurde. Dies kann für Verwirrung und Nachteile sorgen, wenn das Unternehmen vielleicht nicht in Social Networks präsent sein möchte, aber auch wenn es bereits ein eigenes Profil hat. Dann werden die neu erstellten Gemeinschaftsseiten nämlich zusätzlich zur offiziellen Facebook-Seite in der Suche gefunden, teilweise sogar vor den offiziellen Fanpages.
Leider gibt es bisher noch keine (uns bekannte) Lösung für Unternehmen die nun durch solche Gemeinschaftsseiten Konkurrenz für die eigene Facebook-Präsenz bekommen haben. Wir konnten dazu von Facebook bisher keine Aussage erlangen, aber viele Experten in diversen Blogs gehen davon aus, dass Facebook hier bald selbst eine „Lösung“ präsentieren wird. Bis dahin scheint es sinnvoll, sich zumindest bereits zum gemeinsamen Bearbeiten zu registrieren.
Umwandlung von Fanseiten in Gemeinschaftsseiten und zurück
Da die Erstellung der Gemeinschaftsseiten nicht manuell sondern automatisiert passiert, kann es hierbei immer wieder zu Fehlern kommen. Ist man bereits mit einer eigenen offiziellen Seite (die ehemalige Fanseite) bei Facebook vertreten, so kann es trotzdem passieren, dass diese Seite nun in eine Gemeinschaftsseite umgewandelt wurde. In solchen Fällen kann man laut insidefacebook über den Antrag auf Überprüfung der Seitenkategorie die Umwandlung anfechten.
Fragen
Welche Empfehlungen für / Erfahrungen mit den neuen Gemeinschaftsseiten gibt es?
Wie sehen Sie diese Entwicklung?
Welche mittel- und langfristigen Auswirkungen werden diese Gemeinschaftsseiten haben?
Wir freuen uns auf Feedback!
Entwicklung der Privatsphäre bei Facebook – Start einer Abwanderungswelle?
Soziale Netzwerke werden immer populärer, in der Nutzung aller Onlineangebote haben sie sich in den letzten Jahren an die Spitze katapultiert und in den USA löste Facebook Weihnachten 2009 sogar Google als meistbesuchte Website ab. Sollte sich dieser Trend nun umkehren?
Facebook und Co. gelangten in letzter Zeit immer häufiger in die Kritik von Datenschützern. Ein Test der Stiftung Warentest vom März zeigte erhebliche Mängel und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) rät zum Facebook-Boykott.
Den Nutzern von Facebook sei auf jeden Fall empfohlen, sich mit den neuen Regelungen zur Privatsphäre auseinanderzusetzen. Hier gibt es ja laufend Änderungen und in den letzten Wochen standen (trotz offenen Brief von Ilse Aigner an Facebook und Austrittsdrohung) wieder erhebliche Lockerungen ins Haus. So haben andere Unternehmen seit 21. April Zugriff auf Profil-Informationen wie Alter oder Wohnort, wenn diese nicht durch einen komplizierten Weg durch die Benutzereinstellungen geschützt werden. Die Privatsphäre-Einstellungen werden immer freizügiger und oft auch mehrfach klassifiziert, was viele Nutzer überfordert. Und gerade diese Überforderung scheint nun zu einer Abmeldewelle zu führen.
Matt McKeon hat in seinem Blog auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung der Privatsphäre bei Facebook visualisiert – wer es lieber in Deutsch mag, ist bei Thomas Hutter richtig.
Auch wenn sich Facebook mit seinen mittlerweile weltweit über 400 Mio. Nutzern nicht existenziell bedroht zu fühlen braucht, so gab es doch in den letzten Monaten eine recht starke Zunahme an Profil-Lösch-Wünschen. Wie stark die „Facebook-Flucht“ mittelfristig ausfällt bleibt abzuwarten, vielleicht helfen ja die neuen „Gemeinschaftsseiten“ bzw. „Community-Pages“ auch dabei, die Profilzahlen konstant zu halten…
Hier mal zwei kleine Grafiken zur Entwicklung der Suchanfragen „Facebook löschen“ in Deutschland und „delete Facebook“ weltweit in den letzten 12 Monaten.
Facebook löschen (D)
Delete Facebook (weltweit)
Spannend ist auch, dass bei Google.com für “dele” “delete Facebook Account” an erster Stelle erscheint, dies bedeutet die Suche nach Informationen zum Löschen eines Facebook Accounts ist mittlerweile eine Top-Suche bei Google. Das selbe gilt für Google Deutschland.
queo summer training – Probegrillen für die anstehende Festival-Saison
Man nehme: eine Mittagspause, Fleisch, Bratwurst und Brot vom Arbeitseinsatz am Wochenende und ein paar unerschrockene Grillmeister.
Für das richtige Festivalgefühl außerdem: absolutes Siffwetter und ein brüderlich geteiltes Löschbier.
Unsere Büronachbarn werden sich gestern bereits über die mittäglichen Wohlgerüche im Treppenhaus gewundert haben: mit einer spontanen Grillfeier wurde unsere neue, halbfertige Dachterrasse eingeweiht.
Wie man auf den Fotos sieht, war uns der Wettergott leider nicht sehr gewogen. Gerade als der Grill endlich heiß war, fing der Regen an. Aber das konnte uns queo-Mitstreitern (alle Festival- und Schlecht-Wetter-erprobt) nicht die Laune verderben. Kreative Menschen haben auch für die kleinen Alltagsprobleme eine Lösung, und so wurde einfach der Regenschirm ausgepackt.
Nach einem kleinen Tanz durch den Regen gab es für das gesamte Team frisch Gegrilltes zum Mittagessen in der warmen und trockenen queo-Küche.
FFK10: Community – Code – Creativity
Letzte Woche fand in Köln mit der FFK10 die größte deutschsprachige Konferenz zu Flash, Flex und Actionscript statt. Zwei Tage mit vielfältigem Vortragsprogramm wurden von zwei Workshoptagen eingerahmt. Organisiert von den Köpfen des Flashforums ging die 4-tägige Flashforum-Konferenz bereits in ihr zehntes Jahr und wirkte dabei kein bisschen angestaubt.
Wie bereits in den vergangenen Jahren las sich die Liste der Referenten wie das “Who is who” der internationalen Flashwelt und die Vorträge der Konferenz hielten durchweg das, was sie versprachen. Die Themen waren so breit gestreut, dass wirklich für jeden etwas dabei war. Eher technische Vorträge wechselten sich mit Vorträgen aus dem erweiterten Themenumfeld (Usability Testing, Web Performance Optimierung) und spielerischen Vorträgen mit hohem Unterhaltungswert ab.
Fachlich besonders beeindruckend fand ich den Vortrag von Joa Ebert über das von ihm erstellte Framework Apparat. Selbst hartgesottenen Codern dürfte angst und bange geworden sein, in welcher Geschwindigkeit Joa seine neuesten Geniestreiche präsentierte und dabei fast schon gelangweilt wirkte – gerade so, als hätte er nie zuvor etwas derartig Banales programmiert.
Sehr unterhaltsam und inspirierend waren auf der anderen Seite beispielsweise die Vorträge von Mario Klingemann und Seb Lee-Delisle, die mit beeindruckenden Beispielen ein breites Bild dessen zeichneten, was mit Actionscript möglich ist.
Der Besuch der FFK10 hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Die familiäre Atmosphäre und die gute Organisation der Veranstaltung machten die Konferenz zu einer wirklich rundum gelungenen Veranstaltung. Eins ist sicher: Nächstes Jahr will ich wieder dabei sein!
Browserabsturz im neuem TYPO3 4.3
Da haben wir in den letzten Tagen bei einem Kundeprojekt das TYPO3 auf die Version 4.3.x aktualisiert und alles schien zu laufen. Wir ergötzten uns an den neuen AJAX Features sowie dem neuem Layout im Backend und wollten den Kunden mit dem neuen TYPO3 Backend vertraut machen.
Doch rief dieser keine 10 Minuten später an und teilte uns mit, dass der Browser bei Ihm abstürze wenn er im Richt-Text-Editor Text pflegen möchte. Dieses Verhalten konnten wir bei uns leider nicht nachvollziehen, nach mehreren Telefonaten mit dem Kunden und der dortigen IT hatten wir das Problem jedoch identifiziert.
Eine waghalsige Kombination aus Internet Explorer 6, TYPO3 4.3 sowie der Extension „ Static Info Tables“ führte zum Absturz des Browsers. Wir konnten im Task-Manager sehen wie die Prozessorlast auf 100% hochschnellte und der Mauszeiger zur Sanduhr wurde.
Nach dem Deaktivieren der Extension ging auch schon alles wieder. Auch unser Kunde war, trotz uralt-Browser glücklich, denn er konnte nun wieder Content Pflegen.
Nicht einmal ein Update der TYPO3-Extension auf die aktuelle Version 2.1.2 hat die Situation verbessert. Verrückte Internetwelt!
Willkommen! – 22 neue Mitarbeiter bei queo.
“Oh oh, jetzt sind sie größenwahnsinnig geworden!” oder “Ist ein solch extremes Wachstum nicht zu schnell?” werden sich nun sicher einige Leser fragen. Ja, wir haben lange überlegt, ob wir diesen gewaltigen Schritt gehen sollten, aber es hat einfach unter Abwägung aller Chancen und Risiken Sinn gemacht. Natürlich ist man unsicher bei der Auswahl, gerade wenn man eine solche Anzahl neuer Mitarbeiter auf einen Schlag integrieren möchte. Aber die Chance war da und einmalig! Wir haben vor allem auf das dringend gesuchte und bei jedem dieser neuen Mitarbeiter stark ausgeprägte Spezialkönnen gesetzt und zusätzlich auf hohe Teamfähigkeit. Wichtig war uns auch, dass die Mitarbeiter als Team gut funktionieren und Erfolg versprechen. An dieser Stelle werden wir sicher als Unternehmen komplett gefordert sein.
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Das „gewisse Etwas“
Immerfort auf der Suche nach dem „gewissen Etwas“ freue ich mich ungemein über den Besuch der Promotion World – Fachmesse für Werbeartikel und Incentives in Hannover. An diesem Tag versammelt sich die gesamte Werbemittelbranche an einem Ort. Hier wird der Besucher von Experten über die Wirksamkeit des Werbeartikels informiert, da dieser ein immer wichtiger werdender Bestandteil im Marketing-Mix vieler Unternehmen ist. Man bekommt hilfreiche Antworten auf die Frage, wie und in welcher Weise ein Werbeartikel am wirkungsvollsten und nachhaltigsten in eine Kampagne eingebunden werden kann.
Durch die unendliche Anzahl an Produkten ist eine Auswahl des passenden Artikels oft schwer. Daher sehe ich den Mehrwert der Messe darin, dass der Werbeartikelhändler vor Ort Konzepte entwickelt, individuell berät, um die Entscheidungsfreude zu fördern und das richtige Produkt für den passenden Einsatz zu empfehlen.
Begeistert bin ich außerdem über das Angebot und den Abwechslungsreichtum an interessanten Vorträgen. Gespannt macht mich die Fachbuchvorstellung „Haptische Werbung“ – ein Leitfaden für den Arbeitsalltag für all die, die sich mit gegenständlichen Werbeträgern befassen, auch aus steuerrechtlichen, markt- und branchenhistorischen Blickwinkeln betrachtet. Neugierde weckte die Frage, wo die Reise im Bereich Mobile Marketing hinführt. Wo liegen die aktuellen Trends und Marktentwicklungen?
Der Messeleitfaden ist lang gesponnen und die Austellerliste macht Lust auf mehr! Natürlich fixiere ich meinen Blick besonders auf die Innovationen im Give – Away Bereich. Auch die Kalender- und Druckerzeugnisse sind reichhaltig vertreten. Der Messeveranstalter verspricht: in diesem Jahr gibt es besonders viele interessante Weiterentwicklungen bereits bekannter Produkte.
Ich freue mich jetzt schon auf eine impressionsreiche Veranstaltung und den folgenden Abschlussbericht mit tollen Bildern, erfolgversprechenden Kontakten und vielen, vielen neue Ideen!
Impression Promotion World 2009
Maps aus dem Hause Microsoft und: Der Arbeitsplatz von morgen!
Letzte Woche war bei Spiegel ein Artikel zum Thema Maps-Dienst von Microsoft zu lesen, der mich neugierig gemacht hat. In diesem wird ein erweiterter Kartendienst präsentiert, der aus Kartenmaterial, Satellitenbildern, Fotos und Videos eine sehr ansehnliche 3D-Umgebung zaubert. Neben der Erkennung von 3D-Strukturen auf 2D-Fotos hat mich dabei am meisten die nahtlose Integration von Videos beeindruckt, welche auch Schwenks berücksichtigt und das Anzeige-”Fenster” des Videos selbstständig an die richtige Position bringt – das klingt vielversprechend!
Ein weiteres Highlight findet sich jedoch erst am Ende des Artikels: Ein Demovideo eines gestengesteuerten Computers, quasi MultiTouch 2.0, wobei “touch” eben nicht mehr so 100%ig zutrifft. Neben den bereits bekannten Anwendungsgebieten bei 3D-Modellierung und Zeichnung findet sich am Ende des Videos eine weitere, meiner Meinung nach sehr interessante Anwendungsmöglichkeit. Im Beispiel sieht man symmetrisch angeordnete Quader, die insgesamt einen riesigen Würfel formen. Ich könnte mir in dieser Form ein sehr innovatives Frontend für große Bibliotheken oder Wikipedia vorstellen. Jeder der dargestellten Quader wäre dann ein Eintrag und die Verbindungen entsprechend dann die Links zwischen den Einträgen. Damit das Ganze nicht so langweilig daherkommt, könnte man auf den Seiten befindliche Medien direkt in der “Navigationsansicht” darstellen, also Bilder und Videos, so dass die Navigation noch ein wenig intuitiver wird und man in alle Richtungen eine Vorschau hat.
In der nächsten Denkstufe sind dann alle Arten von vernetzen Daten so darstellbar. Emails, Internetseiten, die Dateistruktur auf einem Datenträger und so weiter. Ich finde diesen Ansatz sehr sehr spannend und würde mich freuen sowas mal in natura ausprobieren zu können.
Realität 2.0
Am 3. Februar fand in Berlin der Virtual Think Tank „Augmented Life & Work“ statt. Um mit dem nötigen Weitblick über die Zukunft nachzudenken, hatten der BVDW, die Telekom und TrendONE in den 18. Stock der Telekom Labs eingeladen. Genauso futuristisch wie der Flyer waren dann auch die Vorträge. Obwohl das Prinzip der Augmented Reality (AR) schon seit den 90er Jahren bekannt ist, scheint die Zeit jetzt reif zu sein, in der sich Visionen den Weg in die Realität bahnen.
Was bedeutet AR eigentlich?
Augmented Reality heißt, dass die reale Welt mit Informationen aus virtuellen Datenquellen angereichert wird. Um diese „erweiterte“ Welt betreten und durchstreifen zu können, benötigt man mobile Endgeräte, die als Fenster in diese Welt dienen. Im Display werden dann die reale und virtuelle Welt kombiniert.
Das gibt’s heute schon:
Eine der bekanntesten AR-Anwendungen ist Layar, ein AR-Browser für das Handy. Bewaffnet mit einem Mobiltelefon und Layar kann man in seiner Umwelt allerhand Interessantes entdecken.
Video: Layar
Richtig spannend wird es natürlich, wenn man diese Technologien mit sozialen Netzwerken verknüpft. Wikitude hat den Community-Hebel (siehe auch: „Wikinomics“-Buch) bereits angesetzt und der Erfolg gibt ihnen Recht. Auf Wikitude kann jeder Informationen mit Geodaten verknüpfen und sogenannte POI’s (point of interest) anlegen. Ob es nun Wikipedia-Einträge zur Geschichte, die nächste Starbucks-Filiale, die schönsten Orte in Oberbayern (?!) oder Qype-Bewertungen sind – die Maps sind so vielfältig wie die Community selbst. Mit einem aktuellen Handy und dem WIKITUDE World Browser kann man die virtuellen Infopunkte als Display-Overlay entdecken.
Wer seinen persönlichen Style auch in der AR-Welt ausleben will, für den hat Adidas das passende Schuhwerk. Über einen AR-Code auf der Schuhlasche kann man seinen Quanten den letzten Pixel-Schick geben und sogar Community-Games spielen.
Wie genau das funktioniert, verrät Adidas ab dem 10. Februar auf dieser Webseite.
Aber auch den Couchpotatos unter uns hat die AR-Welt einiges zu bieten. Das öde Geklicke durch „Weiter“-Buttons der Webshops soll nun ein Ende haben. Rayban beispielsweise prescht nach vorne und ermöglicht seinen Kunden, Sonnenbrillen online anzuprobieren. Wie das? Mit dem Rayban Virtual-Mirror! Die Webcam wird so zum Spieglein, Spieglein on the web. Wem das noch nicht genug ist, der wird wahre Freude an der neusten Entwicklung von Zugara haben. Mit ihrer Shopping App kann man nämlich Klamotten virtuell anprobieren, als Foto auf Facebook hochladen und per Insite-Videochat mit den Freunden die Pros und Contras der potentiellen Investition diskutieren. Wer ein bisschen daddeln will und dafür den Kopf einzusetzen weiß, dem sei auch geholfen: Cannonballz macht‘s möglich.
Auch die Werbe-Welt hat AR als spannende Möglichkeit entdeckt, Botschaften zu inszenieren und einige Agenturen haben bereits interessante Ideen verwirklicht. Wie bereits im queo-Blog berichtet wurde ist LEGO ganz weit vorn, aber auch Seat, Mini oder das Popular Science-Magazin haben Mut zu innovativen Ideen.
Das kommt morgen bzw. überübermorgen
Image: Raygun Studio
In den Startlöchern stehen bereits die Anwendungen der nächsten Generation. Ob es nun die Visitenkarte von morgen ist, bei der man sich Videoavatar vorstellt oder ob man seine eigene Persönlichkeit um virtuelle Infos erweitert, AR bietet viele Möglichkeiten. Eine Studie des japanischen Produktdesigners und Vordenkers Mac Funamizu zeigt weitere interessante Anwendungsfelder.
Es zeichnet sich auch ab, dass Bilderkennungssysteme bereits soweit ausgereift sind, dass Codes für die Objekterkennung überflüssig sind. Die Software erkennt direkt Gesichter oder Verpackungsdesigns und nutzt diese Information um die Identität, Größe, Position und Neigung des Objektes zu bestimmen. So haben die Telekom Labs bespielsweise einen Prototyp vorgestellt, der Produktfotos oder CD-Cover erkennen kann und anschließend über Amazon den billigsten Preis des Produktes findet. Onlineshops konkurrieren damit erstmals direkt mit dem Einzelhandel. Wer eine ähnliche App mal ausprobieren möchte, kann sich Kooaba installieren.
Unbeschwert genießen lässt sich AR allerdings erst, wenn man sich vom Handydisplay befreit. Auch hierfür existieren schon Lösungen, die langsam Gestalt annehmen. Eine der notwendigen Schlüsseltechnologien sind dabei transparente, biegsame LEDs. Auf der CES 2010 in Las Vegas stellt Samsung den ersten Laptop mir transparenten Display vor. Werden diese Displays noch flexibel, wie erste Prototypen mit sogenannten AMOLED’s zeigen, wären Kontaktlinsen mit integrierten hochauflösenden Bildschirmen denkbar. Auch daran wird bereits intensiv geforscht, eine Gruppe Wissenschaftler der Washington-University haben bereits erste Prototypen entwickelt.

Images: University of Washington
Noch viel weiter denken Futuristen wie Max Celko. Auch wenn nicht jedem diese Utopia gefällt, die Möglichkeiten moderner Technologien könnten die Visionen heutiger Science Fiction-Filme noch zu unseren Lebzeiten Realität werden lassen.
queo @ “geh denken” am 13.02.2010
queo unterstützt die Aktion “Geh denken” (www.geh-denken.de) und wird am 13.02.2010 aktiv an der Menschenkette teilnehmen. Das Ganze wird im Rahmen der “Wir gestalten Dresden” (www.wir-gestalten-dresden.de) Aktion stattfinden, zu der sich viele Agenturen in Dresden zusammen gefunden haben.
Es geht hier aber um unsere Heimatstadt, wir möchten aus diesem Grund Jeden ermuntern und auffordern mitzumachen. Hier geht es nicht im Kommerz oder persönliche Eitelkeiten. Wir wollen gemeinsam mit vielen Dresdnern an dem Tag ein Zeichen setzen, dass Dresden bzw. Sachsen keine Hochburg des Rechtsradikalismus ist – sondern eine weltoffene und internationale Stadt in Deutschland und Europa, dass wir jeden Menschen willkommen heißen und uns über interkulturellen Austausch jederzeit sehr freuen!
Das Vorurteil, dass Dresden und Sachsen eine rechtsradikale Hochburg ist, muss man ziemlich oft (gerade im westlichen Teil Deutschlands) widerlegen…! Es gibt in dieser Stadt genügend Menschen, die es besser wissen. Ein klares Bekenntnis nach außen wäre an einem solchen Tag sicher für alle hilfreich – ob Familie, Freunde oder Unternehmen…die Lebensqualität einer Stadt hängt auch von solchen Faktoren ab!
Mein Partner – André Pinkert hat mir einen Artikel aus der Zeit zugesandt, den er und ich für lesenswert halten. Vielleicht auch als Anregung, warum wir alle teilnehmen sollten. Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Menschen uns an dem Tag begleiten. Ich möchte Euch alle auffordern, es uns gleich zu tun!
Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
Rudi



















