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Das erste Mal: ADC Planning Seminar

Heute kommt von meiner Seite mal ein etwas anderer Blogeintrag, ich habe Clara und Jan interviewt und wir wagen gemeinsam einen Rückblick auf einen ungewöhnlichen Arbeitstag. Die beiden nahmen letzte Woche am ersten Planning Seminar des ADC, dem Art Directors Club Deutschland, teil. Bei BBDO in Düsseldorf erwarteten sie die drei Referenten: Nina Rieke, Executive Strategy Director bei der DDB Tribal Group GmbH; Kai Röffen, Executive Creative Director, Managing Director kempertrautmann west gmbh und Sina Tams, Freelancer Strategische Planung und Markenführung. Es ging rund um’s Thema Planning, die Bedeutung von Strategie und den Creative Brief.

Ich bin neugierig, will wissen, wie’s war und habe nachgefragt.

Hi Jan, wie begann der ungewöhnliche Arbeitstag?

Jan: Statt nach dem Aufstehen und Frühstück in aller Ruhe zur angestammten Wirkungsstätte zu fahren, hatten wir eine frühe Verabredung mit unserem Flieger nach Düsseldorf. An der Stelle darf erwähnt werden, dass die Verwechslung von Abflug- und Ankunftszeiten zu einer Menge Spaß im Vorfeld sorgen kann.

Clara (lacht): Mein Versehen…, aber zum Glück ist alles glatt gegangen, wir waren pünktlich am Dresdner Flughafen und kamen auch pünktlich in Düsseldorf an.

Clara, mit welchen Erwartungen bist du in den Workshop gegangen?

Clara: Ich war gespannt auf die Erfahrungen, die andere Planner mit dem Workflow haben. Wie läuft der ganz praktische Alltag: Wer spricht wann mit wem? Wann wird parallel gearbeitet? Und natürlich die Zeitfrage, denn nicht immer ist es möglich, eine Strategie mit verschiedenen Tools quasi schulmäßig zu entwickeln. Außerdem war ich neugierig auf den Teilnehmermix. Bei vielen unterschiedlichen Rollen und Positionen kommen ganz verschiedene Perspektiven zusammen – das war dann auch so und hat das Seminar ziemlich bereichert.

Wie genau läuft denn so ein Seminar ab? Stundenlanges braves Zuhören?

Jan: Im Unterschied zu einem Workshop, wie dem PowerPlanning Camp in Hamburg, ist dieses Seminar mehr darauf ausgelegt, den Teilnehmern fachlichen Input zu geben. Alle drei Referenten hielten einen Vortrag zu ihren Themen. Dabei waren die Themen gut verzahnt, durch die Vortragsweise jedoch sehr theoretisch.

Clara: Über Rückfragen war es möglich, mehr in den Dialog zu gehen und Fragen zu klären bzw. Erfahrungen auszutauschen. Mit einer Teilnehmerzahl von ca. 15 Personen funktioniert das ganz gut, ersetzt aber nicht die praktische Auseinandersetzung.

Welches Vorwissen habt ihr mitgebracht und was habt ihr aus dem Workshop mitgenommen?

Clara: Mein Vorwissen hatte ich zum größten Teil von Jan, der ausführlich über das Hamburger PowerPlanning Camp berichtete. Die Tools wie bspw. Markensteuerrad und Brand-key, die für eine sogenannte Grand Strategy infrage kommen waren mir daher größtenteils bekannt und auch vertraut, weil ich schon mit ihnen gearbeitet habe. Das war eine sehr gute Grundlage und natürlich hat sich dann einiges mit dem bereits vorhandenen Wissen gedoppelt. Abgesehen davon haben die Seminarleiter auch Aspekte genannt und geschärft. Zum Beispiel den Punkt Verantwortung, wie Kai Röffen sinngemäß sagte: „Da draußen hängt am Ende kein Creative Brief, sondern die Kreation und daran wird das Planning gemessen.“

Vermisst habe ich den Punkt, an dem ich selbst denke „Ach, das ist jetzt echt neu. Da lern ich jetzt was, das ich gleich morgen anwenden kann.“ Das war schade.

Jan: Ja, das Seminar hat eigentlich alle Vorkenntnisse bestätigt und wiederholt. Zusätzlich wurde die Bedeutung einer Strategie für die Kommunikation sehr deutlich betont – das sind Argumentationsketten die für die eigene Arbeit natürlich hilfreich sind.

Welche Aspekte des Seminars haben euch besonders gut gefallen?

Jan: Ich bin ein großer Freund vom Lernen an praktischen Beispielen. Daher begeistert mich immer wieder das Erfahrungswissen der Referenten und die Cases aus der Praxis.

Was könnte beim nächsten ADC Planning Seminar besser gemacht werden?

Clara: Da ist die Praxis aus meiner Sicht der Knackpunkt. Mir geht es da ähnlich wie Jan: Lernen an praktischen Beispielen ist wunderbar und selber machen eben noch viel besser. Die Chance, selbst ein Creative Brief entwickeln zu müssen, hätte ich in dem Seminar gern gehabt. Um dann nach Hause zu gehen und zu denken: „Wow, das hab ich heut ausprobiert – zum ersten Mal!“

Zum Abschluss interessiert mich, wie gut ihr beiden euch trotz über 16 gemeinsam verbrachten Stunden verstanden habt?

Jan: Ich fand es prima. Neben einer kleinen Stadtführung, die Clara mir in Düsseldorf gegeben hat, haben wir viel über unsere Reise-Erfahrungen geplaudert. Als Reise-Begeisterter freut es mich natürlich, sich darüber austauschen zu können.

Clara: Stimmt. Auch der berufliche Austausch über das Know-how und unsere gemeinsamen Überlegungen, wie wir das Gelernte bei queo integrieren und leben können, waren intensiv. Die Möglichkeit haben wir sonst seltener.

Vielen Dank für das Interview, ihr beiden!