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Google Panda mischt Suchergebnisse neu

Immer wieder versucht Google, die Suchergebnisse zu verbessern. Jedes Jahr macht die größte Suchmaschine Algorithmus-Updates und fügt dabei neue Ranking-Faktoren hinzu. Diese Faktoren sorgen dafür, dass für Nutzer relevante Suchergebnisse ganz oben und die anderen Ergebnisse außerhalb des sichtbaren Bereichs platziert werden.

Dieses Jahr stellt keine Ausnahme dar. Der Einfluss auf die Suchergebnisse ist beim neuen Update aber so groß, dass einige Experten von einer neuen Suchmaschinen-Ära sprechen. Was ist eigentlich neu und mit welchen Änderungen sollten die Website-Betreiber in der Zukunft rechnen?

Neu bei Google Panda sind die Methoden für die Website-Auswertung. Dieses Update ermöglicht es der Suchmaschine, die Websites teilweise aus einem anderen Blickwinkel anzuschauen und diese anders zu bewerten. Die Auswirkungen des Updates zeigten sich schon recht schnell: Viele Websites mit geringwertigem Content verloren an Positionen oder verschwanden gar aus dem sichtbaren Bereich. Zu solchen Verlierern gehören u.a. Verbraucherportale, Content- und Link-Farms. Die bekanntesten Big Player, die nach dem Update stark an Sichtbarkeit verloren haben (ca. 60 % im Durchschnitt), sind zum Beispiel ciao.de und doyoo.de. Die Website kununu.com sollte sogar mit
-91,45 % rechnen. Aber nicht für alle hatte das Panda-Update unangenehme Folgen. Das größte soziale Netzwerk Facebook.com ist um 4,73 % sichtbarer geworden. Für den Giganten mit mehr als 700 Millionen registrierten Mitgliedern und Millionen von täglich veröffentlichten Content-Einheiten ist diese Zahl sehr hoch. Unter den Gewinnern waren auch einige Nachrichtenportale und sogar eine Website mit Auto-Anzeigen (webauto.de erzielte durch das Panda-Update ca. 132 % mehr Sichtbarkeit als zuvor). Quelle

Was sollten Website-Betreiber künftig beachten, um von dem Update profitieren zu können?

Auf jeden Fall sollte die Copy-Paste-Methode unterlassen werden. Derartige Fälle werden jetzt schnell von Google erkannt und die Websites dafür bestraft. Weiterhin sollte auf Qualität der Texte geachtet werden – nicht nur die Sprachqualität, sondern auch die Gestaltung der Inhalte, deren Attraktivität und die Relevanz für die Zielgruppe sind ausschlaggebend. Unattraktive Websites mit geringer Qualität werden von den Nutzern recht schnell geschlossen, was zu kürzeren Besuchszeiten führt. Der Faktor Besuchsdauer wird seit dem Update von Google auch zur Beurteilung von Websites hinzugezogen.

Allgemein wird User Experience jetzt auf ganz anderem Niveau bewertet. Bereits beim Aufrufen der Google-Suchmaschine werden die Daten der Click-Through-Rate (CTR) erfasst. Die Regel scheint sehr einfach zu sein – mehr Klicks bringen die Website zu den Top-Ergebnissen. Das Problem dabei ist, dass dem Web-Master nur eine eingeschränkte Anzahl von Möglichkeiten zur Verfügung steht, mit denen er die Attraktivität der Website für einen Suchmaschinen-Nutzer erhöhen kann: Title, Description und URL.

Sobald der Nutzer eine Einzelseite betreten hat, wird seine Aktivität unter die Lupe genommen: Wie viele Einzelseiten hat der Interessent besucht, wie lange hat er gelesen, hat ihm etwas besonders gut gefallen, das er durch Betätigen von Social Plugins (z. B. Facebook Likes, Google +1) auch den anderen Internet-Nutzern zeigen möchte? Die Verbreitung in Social Media und die entsprechende Bewertung geben der Suchmaschinen Signale, ob eine Web-Präsenz bei den Nutzern beliebt ist oder nicht. Was macht aber eine Website attraktiv für den Nutzer? Auf jeden Fall nicht nur der relevante Text. Dabei spielt die Frage, wie der Content dem Nutzer präsentiert wird, eine wichtige Rolle. Schöne Bilder, klare Struktur, Hervorhebungen und weitere Elemente sollten eine Web-Präsenz zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Die Idee von Google – mit dem Panda-Update die Suchergebnisse von den nicht relevanten und qualitativ minderwertigen Websites zu befreien – ist gut, aber die Realisierung steht noch am Anfang. Noch immer sind für bestimmte Suchbegriffe Websites mit einem geringwertigen Inhalt und einer kuriosen Struktur zu finden. Mit der Zeit sollten solche Ergebnisse jedoch weiter an Sichtbarkeit verlieren. Erst dann ist es möglich, die tatsächlichen Resultate der Bemühungen von Googles Anti-Spam-Kämpfer zu bewerten.