Google+ … Die Ablösung von Facebook?
Was bereits seit längerem als Gerücht durch die Online Welt geistert, wurde nun zur Gewissheit – Google sagt Facebook im Ringen um Nutzer und Werbeplätze mit seinem neuen Netzwerk “Google+” den Kampf an. In einem Feldversuch können ausgewählte Nutzer das neue Netzwerk nun ausgiebig testen und bewerten. Erste Einblicke in die Demo-Version zeigen, dass Google nach den eher misslungenen Versuchen mit Buzz und Wave und der Community Orkut, welche auch nicht so recht aus dem Schattendasein ans Licht kommen wollte, seine Hausaufgaben gemacht hat. Die neue Oberfläche macht einen deutlich schickeren und aufgeräumteren Eindruck als beispielsweise das Look and Feel von Facebook.
Nun ist es eine Sache, ein Netzwerk schick und stylisch aussehen zu lassen, eine ganz andere ist es, mit Inhalten und Funktionen die Nutzer von etwas bereits Erlerntem und Gelebtem (Facebook) abzubringen und für sich zu begeistern. Denn warum sollte man sich jetzt bei Google+ registrieren, wenn man doch alle Freunde auf Facebook hat? Datenschutzgründe sind dafür jetzt sicherlich nicht unbedingt ausschlaggebend, vielleicht eher noch die Neugier und die Hoffnung auf etwas noch nie Dagewesenes?
Bei der Hoffnung scheint es aber leider auch zu bleiben – Google kleidet Bekanntes lediglich in ein neues Gewand und erleichtert in einigen Punkten die Nutzbarkeit. Die Facebook-Freundeslisten werden bei Google zu “Circles”, der Facebook “Like”-Button ist bei Google “+1″, das Suchen und Teilen von Inhalten erledigt bei Google “Sparks” und der Gruppenchat nennt sich “Huddle”, welcher sich für bis zu 10 Leute auch als Videochat namens “Hangout” nutzen lässt. Die zentrale Anlaufstelle bei Google+ heißt “Stream” – ein Begriff, den Facebook-Nutzer auch schon kennen dürften.
Alles in allem sicherlich ein interessantes und auch sehr umfangreiches Projekt. Ob Google Facebook damit jedoch wirklich das Wasser, respektive die Fans, abgraben kann? In der aktuellen Phase ist das noch sehr schwer einzuschätzen. Warten wir ab, bis jeder das neue Netzwerk testen kann.
Hier noch einige interessante Links dazu:
netzwertig.com / spiegel.de / t3n.de / allfacebook.de
Rückblick TYPO3Camp Berlin
40 € kostete der “Eintritt” zum TYPO3Camp in Berlin. Eintritt, Schutzgebühr oder wieauchimmer ist ja eher nicht üblich für ein BarCamp, von daher war ich schon überrascht, als die 150 Plätze vorzeitig weg waren. Umso mehr freute es mich, als wir als Nachzügler noch 3 Tickets erhalten hatten, und so reisten wir Samstag früh frohen Mutes in die Hauptstadt.
Um es kurz zu machen, gelohnt hat es sich für uns unterm Strich nicht, da waren wir (Micha, Stephan und ich) uns hinterher alle einig.
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Ist Facebook bald out?
Eine Aussage versetzt seit Beginn dieser Woche die Agentur- und Unternehmerlandschaft in Aufruhr:
“Der Rat des Juristen kann nur sein, Facebook zu meiden. Unternehmen haben dort nichts zu suchen; denn ihre Geschäftsinteressen beißen sich regelmäßig mit den Besonderheiten des Web2.0 und den dort gängigen interaktiv-privaten Umgangswünschen.” (Deutscher AnwaltSpiegel, Ausgabe 12/2011, Prof. Dr. Thomas Hoeren “Facebook und Co. – Risiken für Unternehmen und Privatnutzer”)
Dieses Zitat stammt von Prof. Thomas Hoeren, seines Zeichens Jura-Professor und Richter am OLG. Im AnwaltSpiegel 12/2011 beschreibt er ausführlich seine Vorbehalte gegenüber Facebook und kommt zu dem Schluss, dass Facebook “gefährlich” ist und Unternehmen dieses Netzwerk besser nicht in ihre Social Media Aktivitäten einbeziehen sollten.
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Social Search jetzt auch in Deutschland
Das Thema soziale Suche bewegt die Welt der Suchmaschinen bereits seit längerem. Mitte Mai hat die Suchmaschine Bing damit begonnen, die Anzeige von Suchergebnissen mit der Bewertung von Facebook-Freunden über den „Gefällt mir“-Button zu verbinden, sodass der Nutzer Ergebnisse, welche von seinen Freunden bewertet wurden, prominenter dargestellt bekommt.
Nun hat auch Google am 15. Juni „Social Search“ in Deutschland eingeführt. Über einen Google-Account eingeloggte Nutzer sehen ab sofort innerhalb der normalen Suchergebnisse zusätzlich Ergebnisse, die aus den Aktivitäten von Freunden resultieren. Diese werden gekennzeichnet und enthalten laut Google nur Informationen, die öffentlich sichtbar sind. Dabei werden sowohl Ergebnisse aus Facebook und Twitter, als auch aus anderen öffentlich zugänglichen Netzwerken wie Youtube einbezogen.
Social Search wird möglicherweise zukünftig auch die Suchmaschinenoptimierung (SEO) beeinflussen, da die Ergebnisse von Freunden besser bewertet und auf den vorderen Plätzen dargestellt werden. Die Liste der Freunde, deren Aktivitäten in die Suchergebnisse einfließen, kann der eingeloggte Nutzer im Google Dashboard einsehen.
Kundenbeziehung 3.0: Social CRM
Die Beziehung zum Kunden ist für alle Unternehmen zum Erfolgsfaktor geworden, denn darüber können Kunden langfristig an das Unternehmen gebunden und der Pro-Kopf-Umsatz gesteigert werden. Enormes Kundenbindungspotential birgt die Integration von Social Media Monitoring in das klassische CRM. Hierbei werden Kundenaktivitäten im social web, wie Posts bei Facebook, Twitter, in Blogs und Foren zu den normalen Kundendaten hinzugefügt, um so ein besseres und individuelleres Bild vom Kunden zu bekommen. Dieses System ist allerdings nur dann effektiv, wenn aus der Aggregation der Daten sinnvolle Schlüsse gezogen und auch umgesetzt werden. Dies bedeutet, dass Abteilungen wie Produktmanagement, Marketing, Vertrieb und Kundenservice alle am Social CRM beteiligt sind und aktiv Zuhören, Mitmachen, Moderieren und Interagieren müssen. Das klingt kompliziert – ist es aber nicht, denn Social CRM ist nichts anderes als eine Bündelung von Daten und Kommunikationswegen für eine Optimierung des Kundenbeziehungsmanagements über alle Medien hinweg.
Seminar zu Markenallianzen mit der TU Dresden
queo führt in diesem Semester gemeinsam mit Marketing-Studenten der TU Dresden ein Projektseminar durch. Die Kooperation zwischen queo und dem Marketing-Lehrstuhl geht dabei schon in die zweite Runde. Bereits im Sommer letzten Jahres untersuchten Studenten das Kaufverhalten institutioneller und privater Anleger. Thema des diesjährigen Seminars sind Markenallianzen und insbesondere Co-Branding. Die Studenten untersuchen, ob derartige Kooperationen zwischen Unternehmen aus der Finanzbranche und aus dem Premium/Luxussegment möglich sind. Insgesamt 20 Studenten bearbeiten die praxisnahen Aufgabenstellungen in drei Gruppen unter Anleitung zweier wissenschaftlicher Mitarbeiter. Ziel für die Studenten ist es, Praxisluft zu schnuppern und die erlernten Methoden in der Praxis anzuwenden. Die Agentur erhält neben fachlichen Input Kontakt zu potentiellen Mitarbeitern.
Wir werden einen Teil der Ergebnisse in Kürze hier veröffentlichen. Wer detailliertes Interesse daran hat, bitte direkt an mich wenden: r.henke@queo-media.com
Neben den Seminaren hielt queo zudem einzelne Vorlesungen, um verschiedene Kontexte auch aus Praxissicht für die Studenten zu beleuchten. Die bisher so gute Zusammenarbeit soll auch zukünftig weitergeführt werden. Themen gibt es auf beiden Seiten genug!
Die Deutsche Bahn auf Twitter
Heute möchte ich ein aktuelles Social Media Beispiel eines Unternehmens vorstellen, was nicht immer ein glückliches Händchen mit den sozialen Medien hatte, dieses Mal aber viel Fingerspitzengefühl und Kompetenz beweist.
Seit dem 08. Juni 2011 unterhält die Deutsche Bahn einen eigenen Twitter-Account @DB_Bahn, welcher als Service-Kanal konzipiert ist. Ein 12köpfiges Team wurde wochenlang auf diesen Auftritt vorbereitet, Szenarien wurden durchgespielt und entsprechende Guidelines wurden aufgestellt.
Seit Mittwoch vergangener Woche nun ist der Account live und zählt schon über 6.500 Follower. In über 1.100 Tweets beantwortet das Team so gut wie jede Frage, egal wie kleinteilig sie auch sein mag.
Und das Fazit nach einer Woche: ES FUNKTIONIERT!
Das Beispiel zeigt zwei Aspekte ganz deutlich:
- Wenn ich den Auftritt im Social Web akriebisch vorbereite, plane und auch worst-case-Szenarien durchspiele, dann bin ich als Unternehmen gut gewappnet und auf jede Eventualität vorbereitet.
“Try and Error” oder “Launch and Learn” oder auch “wir fangen mal an und schauen was passiert” gehören eindeutig der Vergangenheit an. - Wenn ich die Bedürfnisse meiner Kunden ernst nehme und Social Media richtig einsetze, nämlich als Kommunikations- und nicht nur als Marketing- oder PR-Kanal, dann belohnen das meine Kunden mit Engagement und positivem Feedback.
Gleiches kann man auch zum Social Media Experiment von APRIL Financial Services sagen, welche innerhalb von zwei Wochen mit der Facebook-Community eine komplett neue Produktkampagne für ihr Produkt “sicher & solvent” haben entwickeln lassen. Die finale Präsentation findet ihr hier.
Social Media ist kein Hype mehr, Social Media beginnt sich langsam aber sicher in die Unternehmenskommunikation einzugliedern und somit richtigen Mehrwert für das Unternehmen, nicht nur Fans auf Facebook, zu schaffen.
queo auf dem UXCamp Europe 2011
queo hat dieses Jahr bereits zum dritten Mal das UXCamp Europe in Berlin besucht. War im ersten Jahr nur einer von uns vor Ort, so konnten wir die Anzahl der queo-Teilnehmer auf 3 und 7 in den Folgejahren steigern. Wir waren dieses Mal also mit ca. 10% unserer gesamten Belegschaft vor Ort. Doch damit nicht genug! queo hat das Camp auch als Sponsor unterstützt und auch 2 Sessions beigetragen. Severin und Daniel W. haben 3 Thesen über “Next gen interfaces” präsentiert und mit den Teilnehmern diskutiert, ich habe eine Session zum Thema Responsive Design mit CSS3 und dem Skeleton Framework gehalten.
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SEMSEO 2011
Am 27. Mai war es wieder soweit – erstmalig mit zwei parallelen Slots fand die SEMSEO nun bereits zum 5. Mal in Hannover statt. Durch die Mischung von deutsch- und englischsprachigen Vorträgen war nicht nur die deutsche SEO-Szene vor Ort, sondern auch internationale Gäste wurden begrüßt.
Nach einer kurzen Eröffnung durch den Gastgeber Alan Webb (Geschäftsführer ABAKUS), sprach Vanessa Fox (Gründerin Nine By Blue) aus Ihrer Erfahrung bei Google und den Vorteilen der Nutzung von den durch die Webmaster Central zur Verfügung stehenden Daten. Weiterführend zeigte sie Anwendungsgebiete und Vorteile eines neuen Tool in den Google labs auf. Mit Google Correlate werden Kurvenverläufe von Begriffen im Zeitverlauf verglichen – so werden nicht nur Trends vorhergesagt, sondern auch die Korrelation von Begriffen aufgedeckt. Mehr zur Funktionsweise gibt es in diesem Google Comic.
Nach dieser interessanten Einführung starteten die parallelen Vorträge im Hannover Kongresszentrum.
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