Google AdWords hilft bei der Jobsuche
queo hat ja auch die Pflege von Google AdWords Konten für seine Kunden im Portfolio und das seit kurzem sogar zertifiziert. Hier ist ein extravagantes Beispiel, wie man mit Google AdWords zum Erfolg kommen kann:
Der Blogger und Publizist Alec Brownstein hat in Google AdWords Kampagnen geschaltet, in denen er die Namen der Personalchefs von verschiedenen bekannten Agenturen direkt ansprach und als Keywords ebenfalls deren Namen schaltete. Da die Personalchefs offensichtlich des öfteren ihren eigenen Namen googlen, fanden sie seine Anzeigen und er einen neuen Job. Und das beste daran ist: die Anzeigen haben ihn sechs Dollar gekostet.
Youtube: Alec Brownsteins Google Job Experiment
[via]
Gemeinschaftsseiten als Konkurrenz zu Facebookprofilen von Unternehmen?
Ihr Unternehmen / Verein hat noch nie etwas mit Facebook zu tun gehabt und jetzt trotzdem eine eigene Facebook-Seite? Wenn nicht Ihre Kunden oder Mitglieder diese Seite angelegt haben, dann könnte das auch Facebook selbst gewesen sein.
Einführung von Gemeinschaftsseiten
Seit dem 1. April gibt es „Gemeinschaftsseiten“ oder „Community Pages“ bei Facebook. Die Inhalte dieser Seiten basieren auf den entsprechenden Artikeln bei Wikipedia, werden automatisiert erstellt und können nicht bei Facebook verändert werden. Wird eine solche Seite „besonders beliebt“, dann „übernimmt die Facebook-Gemeinschaft die Seite und führt sie gemeinschaftlich“. „Gemeinschaftlich verwaltet“ bedeutet, dass die Gemeinschaftsseiten ab einer gewissen Anzahl von Fans keinen spezifischen Besitzer mehr haben. (Hier gibt es noch viele offene Fragen, die Facebook hoffentlich bald beantwortet. Bisher ist auf den Facebook-Hilfeseiten dazu nicht viel zu finden…)
Kommuniziert wurde die Einführung der Gemeinschaftsseiten als eine Reaktion von Facebook auf die vielen neuen Fanseiten, die von Usern für „brandaktuelle Themen oder Dauerbrenner“ angelegt wurden (man denke an die Brezel-Fanpage).
Wir gehen davon aus, dass einerseits mit solchen Gemeinschaftsseiten dem Trend ‚weg von der Gruppe hin zur Fanseite‘ entgegengewirkt werden soll und andererseits einfach die Zahl der Profile steigt und Unternehmen mehr in Zugzwang gebracht werden, sich bei Facebook zu engagieren.
Ein weiterer Beweggrund von Facebook für die Einführung von Gemeinschaftsseiten wird sein, dass diese Seiten öffentlich zugänglich sind und somit durch Suchmaschinen indexierbar. D.h. durch diese neue Seiten stellt Facebook mehr suchmaschinenrelevanten Inhalt zur Verfügung.
So gibt es nun bspw. eine Gemeinschaftsseite „Kochen“
Jeder, der „Gefällt mir“ drückt, hat dann „Kochen“ bei seinen Aktivitäten stehen:
Wofür wird es Gemeinschaftsseiten geben?
Am obigen Beispiel zeigt sich bereits die aktuell größte Veränderung bei Facebook: die Profilangaben werden durch Connections zu Gemeinschaftsseiten und Fanseiten ersetzt. Das heißt, dass jedes eingetragene Interesse der Nutzer über kurz oder lang wohl automatisch eine eigene Gemeinschaftsseite besitzen wird.
Da dies nicht nur für die Interesse, sondern auch für Wohnort, Heimatort, Arbeitsplatz etc. umgestellt wird, schafft Facebook so selbst jede Menge kleine Communities zu vielen Themen. So wurden von Facebook bereits zum Launch über 6,5 Mio neue Gemeinschaftsseiten bereit gestellt und die Zahl wächst stündlich weiter.
Hieraus ergeben sich natürlich viele neue Vermarktungsmöglichkeiten für Facebook, andererseits wird es zu immer mehr Konflikten mit den offiziellen Fanpages kommen.
Nachteilige Auswirkungen von Gemeinschaftsseiten bei Unternehmen / Vereinen
Wenn nun aber ein Unternehmen oder ein Verein einen Eintrag bei Wikipedia hat, so kann es sein, dass daraus nun eine Facebook-Gemeinschaftsseite erstellt wurde. Dies kann für Verwirrung und Nachteile sorgen, wenn das Unternehmen vielleicht nicht in Social Networks präsent sein möchte, aber auch wenn es bereits ein eigenes Profil hat. Dann werden die neu erstellten Gemeinschaftsseiten nämlich zusätzlich zur offiziellen Facebook-Seite in der Suche gefunden, teilweise sogar vor den offiziellen Fanpages.
Leider gibt es bisher noch keine (uns bekannte) Lösung für Unternehmen die nun durch solche Gemeinschaftsseiten Konkurrenz für die eigene Facebook-Präsenz bekommen haben. Wir konnten dazu von Facebook bisher keine Aussage erlangen, aber viele Experten in diversen Blogs gehen davon aus, dass Facebook hier bald selbst eine „Lösung“ präsentieren wird. Bis dahin scheint es sinnvoll, sich zumindest bereits zum gemeinsamen Bearbeiten zu registrieren.
Umwandlung von Fanseiten in Gemeinschaftsseiten und zurück
Da die Erstellung der Gemeinschaftsseiten nicht manuell sondern automatisiert passiert, kann es hierbei immer wieder zu Fehlern kommen. Ist man bereits mit einer eigenen offiziellen Seite (die ehemalige Fanseite) bei Facebook vertreten, so kann es trotzdem passieren, dass diese Seite nun in eine Gemeinschaftsseite umgewandelt wurde. In solchen Fällen kann man laut insidefacebook über den Antrag auf Überprüfung der Seitenkategorie die Umwandlung anfechten.
Fragen
Welche Empfehlungen für / Erfahrungen mit den neuen Gemeinschaftsseiten gibt es?
Wie sehen Sie diese Entwicklung?
Welche mittel- und langfristigen Auswirkungen werden diese Gemeinschaftsseiten haben?
Wir freuen uns auf Feedback!
Entwicklung der Privatsphäre bei Facebook – Start einer Abwanderungswelle?
Soziale Netzwerke werden immer populärer, in der Nutzung aller Onlineangebote haben sie sich in den letzten Jahren an die Spitze katapultiert und in den USA löste Facebook Weihnachten 2009 sogar Google als meistbesuchte Website ab. Sollte sich dieser Trend nun umkehren?
Facebook und Co. gelangten in letzter Zeit immer häufiger in die Kritik von Datenschützern. Ein Test der Stiftung Warentest vom März zeigte erhebliche Mängel und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) rät zum Facebook-Boykott.
Den Nutzern von Facebook sei auf jeden Fall empfohlen, sich mit den neuen Regelungen zur Privatsphäre auseinanderzusetzen. Hier gibt es ja laufend Änderungen und in den letzten Wochen standen (trotz offenen Brief von Ilse Aigner an Facebook und Austrittsdrohung) wieder erhebliche Lockerungen ins Haus. So haben andere Unternehmen seit 21. April Zugriff auf Profil-Informationen wie Alter oder Wohnort, wenn diese nicht durch einen komplizierten Weg durch die Benutzereinstellungen geschützt werden. Die Privatsphäre-Einstellungen werden immer freizügiger und oft auch mehrfach klassifiziert, was viele Nutzer überfordert. Und gerade diese Überforderung scheint nun zu einer Abmeldewelle zu führen.
Matt McKeon hat in seinem Blog auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung der Privatsphäre bei Facebook visualisiert – wer es lieber in Deutsch mag, ist bei Thomas Hutter richtig.
Auch wenn sich Facebook mit seinen mittlerweile weltweit über 400 Mio. Nutzern nicht existenziell bedroht zu fühlen braucht, so gab es doch in den letzten Monaten eine recht starke Zunahme an Profil-Lösch-Wünschen. Wie stark die „Facebook-Flucht“ mittelfristig ausfällt bleibt abzuwarten, vielleicht helfen ja die neuen „Gemeinschaftsseiten“ bzw. „Community-Pages“ auch dabei, die Profilzahlen konstant zu halten…
Hier mal zwei kleine Grafiken zur Entwicklung der Suchanfragen „Facebook löschen“ in Deutschland und „delete Facebook“ weltweit in den letzten 12 Monaten.
Facebook löschen (D)
Delete Facebook (weltweit)
Spannend ist auch, dass bei Google.com für “dele” “delete Facebook Account” an erster Stelle erscheint, dies bedeutet die Suche nach Informationen zum Löschen eines Facebook Accounts ist mittlerweile eine Top-Suche bei Google. Das selbe gilt für Google Deutschland.








