Maps aus dem Hause Microsoft und: Der Arbeitsplatz von morgen!
Letzte Woche war bei Spiegel ein Artikel zum Thema Maps-Dienst von Microsoft zu lesen, der mich neugierig gemacht hat. In diesem wird ein erweiterter Kartendienst präsentiert, der aus Kartenmaterial, Satellitenbildern, Fotos und Videos eine sehr ansehnliche 3D-Umgebung zaubert. Neben der Erkennung von 3D-Strukturen auf 2D-Fotos hat mich dabei am meisten die nahtlose Integration von Videos beeindruckt, welche auch Schwenks berücksichtigt und das Anzeige-”Fenster” des Videos selbstständig an die richtige Position bringt – das klingt vielversprechend!
Ein weiteres Highlight findet sich jedoch erst am Ende des Artikels: Ein Demovideo eines gestengesteuerten Computers, quasi MultiTouch 2.0, wobei “touch” eben nicht mehr so 100%ig zutrifft. Neben den bereits bekannten Anwendungsgebieten bei 3D-Modellierung und Zeichnung findet sich am Ende des Videos eine weitere, meiner Meinung nach sehr interessante Anwendungsmöglichkeit. Im Beispiel sieht man symmetrisch angeordnete Quader, die insgesamt einen riesigen Würfel formen. Ich könnte mir in dieser Form ein sehr innovatives Frontend für große Bibliotheken oder Wikipedia vorstellen. Jeder der dargestellten Quader wäre dann ein Eintrag und die Verbindungen entsprechend dann die Links zwischen den Einträgen. Damit das Ganze nicht so langweilig daherkommt, könnte man auf den Seiten befindliche Medien direkt in der “Navigationsansicht” darstellen, also Bilder und Videos, so dass die Navigation noch ein wenig intuitiver wird und man in alle Richtungen eine Vorschau hat.
In der nächsten Denkstufe sind dann alle Arten von vernetzen Daten so darstellbar. Emails, Internetseiten, die Dateistruktur auf einem Datenträger und so weiter. Ich finde diesen Ansatz sehr sehr spannend und würde mich freuen sowas mal in natura ausprobieren zu können.

