Vergesst Xing und StudiVZ ;p Hier kommt HORIZONTpeople!!!
Als ich voller Wissensdurst die letzte Ausgabe der HORIZONT durchblätterte, fiel mir ein ganzseitiger Artikel zum neuen Communityportal der Zeitung ins Auge. Endlich eine Plattform nur für Leute aus den Bereichen Marketing, Werbung und Medien!!!
Die Besonderheiten des Portals liegen dem Artikel nach in der direkten Vernetzung von Personen der selben Branche und im sogenannten Projekttool.
Darin können Nutzer bis zu zehn von ihnen verwirklichte Arbeiten angeben. Es können Bilddateien oder Videospots hochgeladen und Bildergalerien angelegt werden. Zusätzlich können Angaben zu Projektleitung, Agentur oder Kategorie (Kampagne, Anzeige etc.) gemacht werden.
Nun gut, gespannt wie ich war, machte ich mich also an die Registrierung.
Diese war sehr unkompliziert, auch wenn ich bei manchen Angaben eher unsicher war. Man muss (!!!) z.B. eine komplette Adresse angeben (warum auch immer) – und nirgendwo war die Rede von geschäftlicher oder privater Adresse. Nach Abschluss der Registrierung muss man eigentlich auch auf eine Bestätigungsmail mit einem Link warten, bevor man die Community nutzen kann.
Komischerweise war ich aber sofort eingeloggt, nachdem ich meine Daten abgeschickt hatte. Auch gut, da konnte ich mir das Ganze also ohne Wartezeit anschauen.
Auf der Startseite werden die drei großen Kategorien angezeigt – “Mitglieder”, “Projekte” und “Jobs”, die jeweils mit einer Filterfunktion ausgestattet sind. Da ich bei mir kein Unternehmen angegeben habe, werden mir im Feld “Mitglieder” wahrscheinlich alle Personen angezeigt, die genauso gehandelt haben. Hier heißt das allerdings “Mitglieder im selben Unternehmen”. Hm, auch gut, da wächst das Zusammengehörigkeitsgefühl vielleicht schneller. Im Feld “Jobs” gibt es nur einen Filter, nämlich “Aktuelle Jobs” – mal sehen, ob sich da was ändert….”Besetzte Jobs”…”Entlassungen”…man weiß es nicht
Auf alle Fälle wollte ich mich an die Bearbeitung meines Profils begeben – und irgendwie…tja…hatte ich wohl etwas anderes erwartet. Angaben zu Ausbildung und Berufserfahrung – alles kein Problem. Aber das sogenannte “Interessenprofil” habe ich noch nicht durchschaut. Dieses gliedert sich in die Felder “Ich suche” und “Ich biete”. Hmmm…klingt irgendwie nach Partnerbörse…”Ich suche netten jungen Mann…und biete mich!” Bei Betrachtung der Profile anderer Nutzer kann ich nur sagen, dass die meisten in beide Felder dasselbe eingetragen haben. Andere wiederum haben es als Jobsuche/-angebot verstanden. Aber da gibt’s ja eigentlich einen Extra-Bereich…?!?!?! Komischerweise wird die Adresse, die ich bei der Registrierung angeben musste, plötzlich als geschäftliche Anschrift ausgegeben. Das sollte man also wissen. queo ist jetzt auf der Teplitzer Straße…hehe (nee…queo hab ich gar nicht mit angegeben).
So, am allerallerlustigsten finde ich aber bei meinem Profil den Teil “Persönliches” – im oberen Teil hat man die Möglichkeit anzugeben, was für ein Typ man ist. Ich habe mich zum Beispiel entschieden, Jeans einem Anzug und Kaviar Rippchen mit Kraut vorzuziehen. Sehr spannend das Ganze! An meine Grundschulzeit mit Freundschaftsbüchern wurde ich allerdings im unteren Teil erinnert – “Mein Lieblingsessen”, “Meine Lieblings-Fernsehserie”, “Mein Lieblings-Fußballverein”…………….?????????????? Hallo??? Da fehlt ja nur noch “Ich mag” und “Ich mag gar nicht” (da hat man früher die unbeliebten Mitschüler eingetragen) oder “Mein Vorbild”. Also, das ist vielleicht lustig und nett – den Nutzen für so eine Plattform sehe ich in solchen Angaben allerdings noch nicht.
Gruppen gründen und beitreten kann man auch. Diese werden in unterschiedliche Kategorien eingeordnet (z.B. Internet, Medien, Agenturen).
Einige von ihnen haben schon mehrere Mitglieder, die Beiträge scheinen sich aber noch in Grenzen zu halten. Man muss sich wohl erst noch ein wenig “beschnüffeln” und das Netzwerk allgemein kennenlernen. Die Gruppe “Mobile Marketing” hat inklusive mir nun 15 Mitglieder – aber noch keine Beiträge!
Na immerhin kennt man schonmal die Interessen anderer. Leider scheint man sich die Übersicht der Mitglieder der jeweiligen Gruppen erst nach eigener Anmeldung bei der Gruppe anzeigen lassen zu können.
Im Bereich “Projekte” wurden bis jetzt 25 Seiten angelegt, dabei vor allem Vorstellungen von Werbespots. Das finde ich ganz nett. Ich bin mir aber noch nicht sicher, inwieweit diese Angaben relevant sind. Für Selbständige / Freelancer ist es sicher eine gute Möglichkeit, ihre Arbeit schnell vielen Menschen zu präsentieren (soweit der Kunde es erlaubt). Aber größere Agenturen kann ich mir dabei gar nicht so vorstellen. Na das muss man wohl auch noch sehen.
So, um mal zum Abschluss zu kommen: Auszuprobieren scheinen HORIZONTpeople schon einige Leute – 1498 Personen haben ein Profil angelegt (Stand 27.01.). Freelancer, kleine Agenturen, große Agenturen – alles scheint vertreten – das ist mal ein Vorteil, den ich sehe
Beim Überfliegen konnte ich Namen wie Pleon, ketchum, Nielsen Media Research oder auch Volkswagen sehen. Einige Agenturen scheinen schon komplett vertreten zu sein. Bei der Anzahl der Kontakte der einzelnen Personen erkennt man aber, dass die Vernetzung noch nicht sooooooooooo weit fortgeschritten ist – die meisten haben wohl auch erst ihre eigenen Kollegen als Kontakte gespeichert.
Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie sich diese Plattform weiterentwickelt.
Im Moment bin ich von der Struktur und der Idee noch nicht ganz überzeugt – aber ich werde die Entwicklung weiterverfolgen und mich (hoffentlich) umstimmen lassen. Vielleicht gibt es ja auch bald eine Gruschelfunktion….
