queo liest 2 – die c’t
In der Reihe „queo liest“ darf eine Zeitung natürlich nicht fehlen: die c’t. Aus meiner Sicht ein MUSS für jeden, der öfters mit der IT-Branche in Berührung kommt. In meinen jungen Jahren (die schon etwas her sind) hatte ich mich mit vielen IT-Magazinen beschäftigt –sei es nun Chip, PC Professional, PC Magazin oder wie sie alle heißen. Ja, selbst die Computer Bild hat es ein, zwei Mal auf meinen Schreibtisch geschafft. Doch all diese Magazine kann man mehr oder weniger vergessen, gerade wenn man sich intensiver mit der Materie beschäftigt. Früher oder später fühlt man sich einfach nur veralbert.
Ganz anders die c’t – die genau das richtige Maß an Informationsbreite und –tiefe findet. Klar, es gibt immer Artikel, die man überfliegt – entweder weil sie thematisch uninteressant sind oder zu tief in Materie eingehen, aber mindestens 50% der Artikel werden von mir komplett gelesen. Und das will was heißen, kommt doch die c‘t aller 14 Tage auf knapp 200 Seiten redaktionellen Inhalts.
Thematisch ist die c’t recht breit aufgestellt – es gibt neben zahlreichen Neuigkeiten aus der Hard- und Software-Ecke Interessantes aus der Linux-, Windows- und MacOS-Welt sowie Tests von kleineren und größeren Geräten, ob nun von Navis, Netzteilen, Servern oder z.B. auch Kameras. Ergänzt wird das ganze durch interessante Ausflüge in die Wissenschaft (z.B. Quanten-Physik, Halbleitertechnik), in die Ethik (der breite Themenkreis Informatik und Gesellschaft), in die Politik (z.B. Datenschutz) oder auch in die Juristerei (z.B. Urheberrecht). Den humoristischen I-Tüpfel setzt die c’t-Schlagseite (auch zu finden unter http://www.heise.de/ct/schlagseite/ ), mit der das Magazin eingeleitet wird; der Abschluss in Form einer Kurzgeschichte sorgt für weitere Unterhaltung.
Schon in meinem ersten Semester wurde mir gelehrt, dass Informatik eine interdisziplinäre Wissenschaft ist. Den Anspruch, all die dadurch entstehenden Facetten thematisch zu verarbeiten, wird die c’t aus meiner Sicht perfekt gerecht. Dass sie es trotz der thematischen Breite schafft, auch immer genügend in die Tiefe zu gehen, ist aus meiner Sicht der Punkt, in dem sie sich von Konkurrenzmagazinen wohltuend unterscheidet.
Aus diesem Grund wird sie auch noch Jahre hinaus das sein, was ich nach jedem zweiten Wochenende sehnsüchtig auf meinem Schreibtisch erwarte.
