Volkswirtschaft aus zwei Sichtweisen…
Meine späte spiegel.de – Lektüre hat mich heute besonders auf drei Artikel aufmerksam gemacht, die neben dem Börsencrash interessant zu lesen waren.
Zwei Artikel von und über meinen ganz persönlichen “Lieblingspolitiker” und Chefpopulisten dieses Landes Oskar Lafontaine…wenn man das als Unternehmer liest, fragt man sich manchmal schon ernsthaft, ob man im falschen Film ist. Schlimm ist nur, dass ihm auch noch viele Menschen (ohne selber nachzudenken) zuhören. Dieser Herr war mal Minister und hat einen Eid auf das deutsche Grundgesetz abgelegt, in dem das Recht auf Eigentum festgeschrieben ist. Aber lest selber:
Lafontaine fordert Enteignung von Schaeffler
schön ist dagegen dieser Artikel, der seine Rhetorik mal ein wenig auseinandernimmt:
Oskars wundersame Welt
Einen Absatz weiter kommt dann dieser Artikel über viele “kleine” Hidden Champions aus dem deutschen Mittelstand, die im Grunde die Argumentation von Herrn Lafontaine konterkarieren.
Die heimlichen Sieger
So, genug für die kleine tägliche VWL- und Politikstunde getan. Viel Spaß beim Lesen und immer kritisch bleiben!
Der Spiegel hat ja in einigen Punkten recht und man muss Lafontaine sicher kritisch betrachten. Aber der reflexartige K…krampf den die Hälfte der Republik beim Namen “Lafontaine” bekommt ist sicher auch für eine differenzierte Auseinandersetzung kontraproduktiv. Und wenn dann die Argumentationskette gegen Lafontaines-Kritik (bzw. im allgemeinen Sprachgebrauch auch nur “Polemik” genannt) aus Elementen besteht wie
“Im Schnitt und auf Dauer macht Welthandel alle Beteiligten wohlhabender. Die Menschen können sich mehr leisten, das senkt die Arbeitslosigkeit weltweit.” (Zitat aus dem Artikel “Oskars wundersame Welt”)
, welche einer kritischen Betrachtung sicher nicht in dieser Absolutheit standhalten, ist eine Diskussion auch echt schwierig. Denn bei Dogma gegen Dogma ist die Chance auf Erkenntnisgewinn auf beiden Seiten natürlich kaum zu erwarten. Und wenn man echt der Meinung ist das Lafontaine der “gefährlichste Deutsche” ist (Zitat Schweinsberg Chefredakteur Capital), hat man wahrscheinlich echt ein Problem. Ich warte noch darauf wie diesem Mann die Schuld an der Krise im Finanzsektor bewiesen wird- ich meine er ist immerhin der gefährlichste und deshalb mit Sicherheit auch dafür verantwortlich.
