Über Streik und Metaversen
Es war ja wieder klar. Deutschlandweit wird der Bahnstreik abgeblasen, nur in Frankfurt scheint sich das nicht bei allen Zugführern rumgesprochen haben. Und so genoß ich gestern eine knappe Stunde die Architektur von Bahnsteig 2 und kam zu meinem eigentlichen Termin, dem Treffen der Fachgruppe E-Commerce des BDVW, mörderisch zu spät.
Diese Fachgruppe versucht Themen wie Usability, Web2.0 oder Datenstandardisierung für kleine und mittlere Onlinehändler aufzubereiten und trifft sich einmal im Quartal bei wechselnden Gastgebern. Diesmal war es T-Online in Darmstadt. Auf der T-Online-Allee. Direkt neben der Telekom-Allee. Die spinnen doch, die Darmstädter*. Die meisten Mitglieder sind Vertreter größerer E-Commerce-Firmen wie oxid, united internet, t-online oder pangora, was aus zwei Gründen sehr interessant ist. Zum einen kann man durch Schwenken der OpenSource-Fahne öfters ein paar unbeachtete Aspekte einbringen, zum anderen kann man sich ab und zu abschauen, wie die „Großen“ manche Dinge anfassen.
Nach einem interessanten Vortrag über smatch.com (wußte vorher gar nicht, dass die zum Otto-Konzern gehören), ging es dann um die Diskussion zukünftiger Themenfelder, da die Themen Usability und Web2.0 ersteinmal erfolgreich abgeschlossen wurden (Interessante Dokumente gibt es dazu beim BVDW). Es zeichnet sich ab, dass neben der Verknüpfung von Shops und Warenwirtschaftssystemen das Thema „Neue Vertriebskanäle“ unserer nächster Schwerpunkt sein wird. In diesem Zusammenhang habe ich, unter dem Aspekt Werbung in Metaversen (also virtuelle Welten wie SecondLife), zum ersten Mal von Twinity gehört, die, im Gegensatz zu anderen virtuellen Welten, die reale Welt exakt nachzubilden versuchen. Wie sagte ein Teilnehmer beim Blick aus dem Fenster so schön: „Wenn es hier regnet, regnet es im virtuellen Darmstadt dann auch.“
Regnen tat es dann zumindestens erst mal auf der realen Rückreise, aber immerhin blieb ich von weiteren Streikfolgen verschont.
Der Umsteigestop im Frankfurter Hauptbahnhof zeigte mir dann im Großformat (siehe Foto), welche gute Arbeit unsere Mädels und Jungs im Grafikbereich leisten. Schön, wenn man sieht, welche Kreise queo manchmal zieht. Allerdings wurde mir auch klar, dass mein nächstes Handy eine vernünftige Linse dran haben wird. Gottseidank ist mein MDA mit seiner Plastikscherbe bald Geschichte. Doch die Querelen, die wir alle mit diesem Smartphone haben, wären ein eigenen Blogbeitrag wert. Nicht wahr, Rudi?
[mygal=blog_bvdw]
*Obwohl, eine queo-Allee in Dresden hätte auch was.
[...] – ich warte ja immer noch auf eine Wachablösung meines MDA Varios. Hab ja auch mal ernsthaft über das iPhone nachgedacht – [...]
[...] es geschehen noch Zeichen und Wunder. Mehrmals bin ich verzweifelt, nun ist ein Handy herausgekommen, was die Nachfolge meines betagten MDA Vario [...]
[...] dem generellen thematischen Interesse mag ich, wie schon letztes Jahr geschrieben, die regelmäßigen Treffen der Fachgruppe, da in dieser viele BigPlayer der Branche aktiv sind – [...]
