Offtopic – Ein wenig VWL zum Jahresausklang.
Heute habe ich einen interessanten Beitrag bei Spiegel Online gelesen. Thema war die Einmischung bzw. derzeit eher der Ausstieg des Staates bei Aufgaben, die als Staatsaufgabe definiert werden könnten. Interessant fand ich, dass entgegen des Trends der letzten Jahre in dem Artikel ein Umdenken in der Politik beschrieben wird. Nach längerem Lesen und Nachdenken habe ich mich nach den Gründen des Umdenkens gefragt. Gerade in Monopol- oder Oligopolmärkten haben sich die von der Politik gewünschten Effekte für den Bürger (und Wähler) eher in die negative Richtung entwickelt – mit proportionalem Anstieg der Unzufriedenheit bei den Bürgern und dem Wahlvolk. Das letzte Jahr hat zudem sehr deutlich gezeigt, dass ein Ausstieg aus solchen Aufgaben vor allem ein Machtverlust für die Regierenden darstellt. Deutlich abzulesen an den extrem steigenden Energie- und Grundnahrungsmittelpreisen, die zwar von Seiten der Politik verteufelt werden aber gleichzeitig auch die selbst geschaffende Machtlosigkeit demonstriert. Am Ende des Artikels wird sogar die Rechtfertiggung des Konstruktes “Staat” bei abnehmenden Staatsaufgaben hinterfragt. Fragt sich nur, was als Alternative dienen könnte. Dies ist an freien Abenden sicher ein abendfüllendes Diskussionsthema…mit Sicherheit aber nicht heute.
Viel Spaß beim Lesen – auch wenn es mal einen völlig anderen Bereich berührt.
Das Ritual zwischen Weihnachten und Neujahr!
Welches Ritual musste auch dieses Jahr wieder dringend in den ruhigen Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr gehuldigt werden?
Jawohl, die Generalüberholung (also auf Deutsch: Aufräumen) des Schreibtischs im Büro. Dieses Jahr kam noch eine generelle Hinterfragung des Gesamtordnungskonzepts dazu
Ja, ich gebe zu, mein Schreibtisch gehört sicher nicht zu den ordentlichsten, daher sind solch größere Aktionen ab und an mal angebracht. Es ist quasi wie ein Rückblick bzw. eigentlich eine Art Schreibtisch-Archäologie…je tiefer man gräbt, desto mehr schaut man in die Vergangenheit
(mehr…)
Weihnachten ist verhext!
Ich bin mir sicher, da stimmt was nicht. Zumindest bei unserem alljährlichen Weihnachtsturnier kann ich den Einfluss von Magie nicht mehr ausschließen. Schwarze Magie, wohlgemerkt. Böse, teuflisch, verdorben – kurz EVIL*. Im ersten Jahr fiel es noch nicht auf. ER stand auf dem Siegertreppchen. Doch hinter vorgehaltener Hand munkelte man bereits, dass dieser Sieg beim Badminton nur seinem Doppelpartner zu verdanken sei.
Im zweiten Jahr war es auch ein persönlicher** Schlag ins Gesicht. Ausgerechnet beim Tischtennis gingen ER und sein neuer Mitspieler*** siegreich aus dem spannenden Finale hervor. Unglaublich! Die kritischen Stimmen wurden lauter.
Doch dieses Jahr kann und darf man seine Augen nicht mehr verschließen. Wieder hatte ER es geschafft! Dank seines grandiosen Bowlingpartners kann SEINE Wohnzimmervitrine wieder um einen Pokal bereichert werden. Dass das nicht mit richtigen Dingen zugehen konnte, da waren wir uns alle einig. Und so wurde im anschließenden konspirativen Treffen (von Uneingeweihten auch Weihnachtsfeier genannt) beratschlagt, wie man dieser Teufelei das nächste Jahr Herr werden kann. Leider waren die Gemütlichkeit, die Mengen an Suzuki, Souflaki und Tzatziki sowie der Ouzo unserer Kreativität nicht ganz zuträglich. Trotz stundenlangen Überlegens (getarnt als ausgelassenes Feiern) wurde kein Weg gefunden, um IHN im nächsten Jahr auf einen hinteren, zumindest aber auf den zweiten Platz zu verweisen. Doch ich bin mir sicher, wir werden eine Sportart finden – und wenn wir um die Wette häkeln. Denn alle guten Dinge sind drei – und damit vorbei!
An dieser Stelle möchten wir all unsere Kunden, Partner, Mitarbeiter und Freunde grüßen. Wir wünschen allen einen hervorragenden Start im neuen Jahr 2008.
* mit extrem tiefer und langsamer Stimme zu lesen.
** „Und wenn ich mal nicht bei queo bin, spiele ich seit 15 Jahren aktiv Tischtennis“ lautet der übliche Satz des Autors in etwaigen Vorstellrunden.
*** Beim queo Weihnachsturnier wird traditionell Doppel gespielt, die Teams werden dabei jedes Jahr ausgelost.
[mygal=weihnachtsturnier]
So schön ist die Weihnachtszeit!
Wenn Mitarbeiter auf so was kommen, haben sie offensichtlich nicht genügend Arbeit auf dem Schreibtisch.
Und einem dann noch genüßlich eine gewisse Weiblichkeit unterstellen – grrr!
Grenzen der Viralität oder des viralen Marketings?
Mir sind in den letzten Tagen bei persönlichen Erfahrungen Gedanken in den Kopf gekommen, die ich gern näher diskutieren würde…
Grundsätzliche Frage: “Gibt es Rahmenbedingungen, die virales Marketing bzw. “Viralität” in Form von Mund-zu-Mund-Empfehlungen beeinträchtigen”
Warum bin ich auf diese Gedanken gekommen? Nun ich gebe zu, es ist ein sehr egoistischer, aber letztendlich handeln Menschen zum Großteil rational und damit auch zum Teil egoistisch. Ich habe mich gefragt, ob Mund-zu-Mund Propaganda oder virales Marketing auch funktioniert, wenn das Angebot bzw. die Information, die weiter gegeben wird oder werden soll, begrenzt ist oder für mich durch die Weitergabe wertloser wird. Ein Beispiel zum besseren Verständnis:
(mehr…)
queo in New York – Part II
…bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel sitze ich in Tribeca in einem Café und habe nun endlich den neuen queo-Newsletter raussenden können. Danke an die heimischen Proggies, die den kleinen Error schnell gefunden und behoben haben.
Gestern abend habe ich mich in einem netten Café in SoHo mit Florian getroffen, eine Empfehlung von Prof. Sonntag (Vielen Dank an dieser Stelle nochmal dafür.)
(mehr…)
queo in New York…
Hallo aus der Hauptstadt der Welt
nachdem zuerst ein paar ruhigere Tage in New Jersey angesagt waren, ist nun New York City dran. Downtown tobt das Leben wie eh und je und nach Jahren meiner persönlichen Abstinenz fühlt es sich wieder sehr gut an, hier zu sein. Das Treiben auf Ground Zero zwischen Trauer, Zuversicht und Aufbauwillen beeindruckt. Wobei man über das schier unglaubliche und vielleicht fast schon überhebliche Vorhaben sicher auch streiten kann. Abseits des touristischen Treibens sitze ich gerade im Stadtteil Tribeca in einem Café zwischen Studenten, Künstlern und vielleicht New Yorker Bohème mit Aussicht auf die Franklin Station und 40 Worth St. Nach der Hektik des Morgens und der etwas ungemütlichen Nacht im Hostel tut das mal ganz gut. Gerade sind 103 Emails eingetroffen, die mich erwartungsvoll ansehen, derzeit aber erstmal ignoriert werden. Interessanter ist das Treiben im Café und die unterschiedlichen Leute vertieft in ihre Arbeit, Bücher oder Laptops. Man kommt leicht in Gespräche und erfährt interessante Infos oder Standpunkte. Amstrengend und inspirierend zugleich…wäre es nicht schön, solchen Input täglich zu verarbeiten und mit europäischen Einflüssen zu vermischen und daraus etwas Neues zu kreieren. Vielleicht irgendwann… queo New York…klingt gut.