Medienforum Mittweida
Vom 5.-8. November diesen Jahres wurde wieder einmal das Medienforum Mittweida abgehalten. Organisiert und ausgeführt von ungefähr 100 Studenten, wurden Medienverantwortliche aus Wirtschaft und Politik eingeladen mit zu diskutieren. Fast parallel zu den Medientagen in München ging es weniger um die großen Mainstream Medien, sondern eher um Nieschenprodukte und Erfolgsgeschichten. So durfte ich einen interessanten Vortrag von Herrn Stawowy, Chefredakteur der Schülerzeitung Spiesser, über erfolgreichen Print-Journalismus für Jugendliche hören. Auch Oliver Gehrs von der Zeitschrift DUMMY stellte das Konzept einer immer neu erfunden Zeitschrift vor, welche mit wenigen anderen Independent Formaten, das Kreativloch der großen Verlage stopfen soll. Danach gab es noch wichtige Lehrstunden über Internetrecht von dem bekannten LawBlogger Udo Vetter. In einer abschließenden Diskussion über den Wert von Inhalten und der Qualität des Journalismus, brach Sascha Lobo von der Riesenmaschine, eine Lanze für die Blogs und deren journalistische Daseinsberechtigung. Zusammen mit Oliver Gehrs einigte er sich auf das Verschwinden von aktuellen Tageszeitungen innerhalb der nächsten 20 Jahre und die Verschiebung von Journalismus in den Online Bereich oder in buchähnlichere Formen von Zeitschriften, welche sich mit Qualitativ gutem Journalismus auszeichnen werden. Inwieweit sich diese Prognosen behaupten werden, ist fraglich. Spannend jedoch wird es die Verlagslandschaft weiterhin zu beobachten.
