D21 – Jahreskongress vor Dresdner Kulisse
Das Web 2.0 bietet zahlreiche neue Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Interaktion. Es bietet neue Chancen der Kundenbindung und freien Meinungsäußerungen. Doch wie weit geht die freie Meinungsäußerung tatsächlich? Darf wirklich jeder schreiben und veröffentlichen wie er möchte?
Wie stehen die Chancen für eine politische Beteiligung und Integration? Wird das Internet in der Form eines „Online-Basiskurses“ als Schulfach zukünftig eingeführt und als Grundversorgung für alle Bundesbürger bereit gestellt? Werden entwickelte Technologien auch umgesetzt? Vor allem in Deutschland neigt man zu Perfektionismus, der uns in der Entwicklung viel Zeit kostet und am Ende fehlt der Mut zur Umsetzung, den dann andere Staaten übernehmen.
Wie fortschrittlich also ist Deutschland im Thema World Wide Web tatsächlich? Welche Zukunftsträume gibt es und welche Visionen wurden bereits umgesetzt? Was machen andere Länder, wie nutzen sie das Internet?
Mit all diesen Gedanken beschäftigte sich der diesjährige Jahreskongress der Initiative D21. Im Dresdner-Kongresscenter vor einer wundervollen Kulisse fanden sich zahlreiche Besucher aus Politik und Wirtschaft ein und diskutierten über die Zukunft des Internets. So war zum Beispiel das Thema Internetpolitik im In- und Ausland ein zentraler Schwerpunkt vieler Gespräche. Die Kleinstaaterei der Bundesrepublik verhindert so manche Leuchtturmidee. Doch sind gerade diese Ideen für eine politische Kommunikation und Integration von großer Bedeutung. So wundert man sich, dass eine große Bildungslücke laut Pisa-Studie zwischen Schweden und Deutschland klafft. Liegt es vielleicht auch an der fehlenden Integration des Internets? Laut Prof. Dr. Georg Milbradt teilen sich 5 Schüler einen Rechner. Doch der Zugang zum Internet ermöglicht einen Wissensvorsprung und Vorteile auf dem Arbeitsmarkt. Aber auch die fehlende flächendeckende Breitbandvernetzung erschwert die neue Kommunikation des Web 2.0. So haben manche Regionen nicht einmal die Chance, einen DSL Anschluss zu erhalten.
Der D21 Kongress bietet eine sehr gute Plattform, um über diese und auch andere Themen zu diskutieren. Es werden Ideen geboren und hoffentlich dank dieser Initiative und der großen Beteiligung von Politik (Prof. Dr. Georg Milbradt, Johann Hahlen etc.) und erfahrenen Fachleuten aus der Praxis (Tim Cole, Sascha Lobo etc.) auch umgesetzt.
Wir von queo, als Dresdner Agentur haben uns sehr über die rege Beteiligung und den in Dresden stattfindenden Kongress gefreut!
