Bildbearbeitung für MacOSX
Ein neues Bildbearbeitungstool buhlt um die Gunst der Kreativen dieser Welt: Pixelmator ist erstmalig als Final zu haben, allerdings ausschließlich für MacOSX. Der Funktionsumfang und die Menüaufteilung lässt schnell durchblicken, dass Adobes Photoshop eine große Inspirationsquelle für die beiden Hobby-Programmierer aus England war. Die Fensteraufteilung, Anordnung der Menüpunkte
und das ganze Look-and-feel sprechen eindeutig dafür. Allerdings lässt sich schon nach wenigen Übungen feststellen, dass Pixelmator dem großen Bruder noch lange nicht das Wasser reichen kann. Es fehlen einige essentielle Funktionen, die der erfahrene PS-Benutzer eigentlich nicht missen mag und die selbst das freie Tool The Gimp seit eh und je vorweist, wie zum Beispiel das Protokoll, mit dem man in seinen Arbeitsschritten zurück und wieder vor springen kann. Unter anderem fehlen auch die praktischen Einstellungsebenen und die Möglichkeit, Farben anhand ihres Hex-Codes einzustellen. Das liegt aber daran dass Pixelmator das Farbwähltool von Mac OSX benutzt. Generell ist es sehr stark mit betriebssystemeigenen Funktionen verknüpft, wie zum Beispiel der iPhoto-Bibliothek. Das mag man finden wie man will, man kann die Hoffnung, Pixelmator irgendwann auch mal auf anderen Betriebssystemen laufen zu sehen, jedoch gleich begraben. Und das, obwohl es auf ImageMagick, dem quell- und plattformoffenen Bildbearbeitungstool für die Kommandozeile, aufbaut. Die Entwickler wollen das allerdings auch gar nicht. Sie wollen eine preiswerte Alternative zu Photoshop für den Mac bieten, und das ist ihnen schon mit Version 1.0 für einem Preis von 59 US-Dollar, was zur Zeit ca. 42 Euro sind, auf jeden Fall gelungen. Man darf gespannt sein, was die Weiterentwicklung bringt.
